Babette Albrecht im Achenbach-Prozess "Die waren wie Hyänen. Alle."

Zeugin Babette Albrecht: "Wir hatten ja schon Kunst"
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Zeugin Babette Albrecht: "Wir hatten ja schon Kunst"

Aus Essen berichtet

4. Teil: Der mimosengelbe Jaguar entpuppte sich als Reinfall - es hat hineingeregnet


Vor allem, wenn sich dann herausstellte, dass die Wagen für ihren Mann zu klein waren. "Er hat sich in einem sogar an den Armen verletzt und war sehr enttäuscht. Er hat auch geweint." Denn eigentlich seien die Oldtimer so etwas wie ein Trostpflaster für ihn gewesen. Von "Vertrauensbruch" spricht Babette Albrecht später.

An das Zusammenspiel Achenbachs mit dem eingeschalteten Oldtimer-Händler erinnert sie sich mit Grausen. "Die waren wie Hyänen. Die wollten meinem Mann dauernd etwas verkaufen. Alle."

Auch der mimosengelbe Jaguar E-Type, den Berthold ihr - vermittelt von Achenbach - zum Geburtstag schenkte, habe sich als Flop erwiesen. "Es hat hineingeregnet, ich war sehr enttäuscht."

Babette Albrecht sagt das alles mit sonorer Stimme. Oft sucht sie lange nach einfachen Worten. Beschreibt die Gemälde eher oberflächlich, mit Worten wie "schön", "selten" oder sagt einfach, es habe ihr "gut gefallen". Zwischendurch kann sie sich einmal nicht an ein Bild erinnern. Er könne da auch nicht helfen, sagt der Richter. Man habe auch leider keinen Experten... Obwohl: "Herr Achenbach könnte es natürlich sagen."

Und kaum setzt der Angeklagte zu einem seiner wenigen Wortbeiträge an, bricht Babette Albrechts mitunter gleichgültiger Tonfall. Natürlich, jetzt könne sie sich wieder an das Werk von Anselm Kiefer erinnern! Und schon sprudelt aus ihr heraus, wie sie sich damals dafür begeistert hatte.

Da springt er noch einmal über, der Funke, von Helge Achenbach auf Babette Albrecht. Doch dann schweigt er wieder, der selbst ernannte "Kunstanstifter". Und die Witwe spricht nicht mehr von "Helge", sondern nur noch von "Herrn Achenbach".

Bilderstrecke: Odtimer, Kunstwerke und viele verletzte Gefühle bei den Aldi-Erben

insgesamt 50 Beiträge
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wernerwenzel 19.01.2015
1. Was hat das denn nun
mit dem Islam zu tun? Gar nichts, mMn!!!
poetdale 19.01.2015
2. Die sparsamen Albrechts
Nach dem Lobgesang der Aldi Story im Prozess die Realität. Der sparsame Herr Albrecht verschleudert pardon investiert 23 Millionen in Gemälde und Oldtimer. Beim Wert der Objekte fühlt sich die Familie betrogen. Jeder, der Akkuschrauber, Gartenmöbel und Elektrogeräte bei Aldi kauft, sollte hier aufhorchen, wird er doch mindestens genauso hinters Licht geführt
Sangit raju 19.01.2015
3. Uuppps ...
... ist das jetzt nicht ein originäres Thema von RTL ...? Hochstapler sucht Milliardär ...???
Silversurfer2000 19.01.2015
4. Und diese Erben zahlen keine Erbschaftssteuer
Solange das Vermögen riesig ist (Firmen, mehr als 200 Wohnungen, etc.) zahlt man keine Erbschaftssteuer (nur Dummensteuer an Leute wie Helge Achenbach, aber davon hat die Allgemeinheit ja nichts). Bei mittleren Vermögen sind es ca. 20%. Ziemlich ungerecht aus meiner Sicht.
jamesfrazer 19.01.2015
5. Gier und Geiz
sind die anerzogenen Charaktereigenschaften einiger Familien in Deutschland . Und wenn man dann noch perfekt im Lügen ist wäre das die ideale Vorraussetzung als Politiker.
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