35.000 neue Jobs Aldi will Zahl der Filialen in Großbritannien verdoppeln

Aldi auf Expansionskurs: Der Discounter will in den kommenden acht Jahren 550 neue Geschäfte in Großbritannien eröffnen - und den heimischen Wettbewerbern Marktanteile abjagen.

Aldi-Filiale in Manchester (Archivbild): 35.000 neue Jobs bis 2022
DPA

Aldi-Filiale in Manchester (Archivbild): 35.000 neue Jobs bis 2022


London - Seit dem Markteintritt in Großbritannien im Jahr 1990 hat Aldi mehr als 540 Geschäfte in dem Land eröffnet. Jetzt will die Supermarktkette massiv expandieren und deren Zahl verdoppeln. In den kommenden acht Jahren seien rund 550 neue Filialen geplant, teilte der Discounter mit.

Dafür wolle Aldi etwa 600 Millionen Pfund (rund 764 Millionen Euro) investieren und 35.000 neue Jobs schaffen. Eingestellt werden sollen Verkäuferinnen und Verkäufer, aber auch Manager am Hauptsitz und in den regionalen Verteilzentren.

Premierminister David Cameron und Finanzminister George Osborne, zu Besuch am Sitz von Aldi im Ort Atherstone in Warwickshire, begrüßten die Pläne. Cameron sagte, die Pläne seien ein "Zeichen des Vertrauens" in die britische Wirtschaftspolitik. Die Regierung wolle Arbeit schaffen und "eine strahlendere Zukunft für Großbritannien sichern".

Aldi wie auch Konkurrent Lidl haben den etablierten britischen Supermarktketten wie Tesco, Morrisons und Sainsbury's mit ihren niedrigen Preisen Marktanteile abgejagt. Aldi hat im britischen Lebensmittelhandel derzeit einen Marktanteil von 4,8 Prozent. Tesco und Sainsbury's beklagten in den vergangenen Monaten rückläufige Umsätze. Tesco meldete für das erste Quartal sogar die schlechtesten Zahlen seit etwa vier Jahrzehnten.

Weltweit gibt es knapp 10.000 Aldi-Filialen. In Deutschland sind es nach Angaben des Unternehmens rund 4230 - etwa 1830 Aldi-Süd-Geschäfte und 2400 Aldi-Nord-Geschäfte. Aldi Nord ist in den Niederlanden, Belgien, Dänemark, Frankreich, Luxemburg, Spanien, Portugal und Polen aktiv, Aldi Süd in Österreich, den USA, Großbritannien, Irland, Australien, der Schweiz, Slowenien und Ungarn.

bos/AFP/Reuters

insgesamt 28 Beiträge
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Mr Bounz 10.11.2014
1. haha
man kann sich auch alles schön reden Mr. Cameron. Der Erfolg zeigt das die Briten (die Meisten) kein Geld mehr haben die horrenden Preise von Tesco usw. zu zahlen.
noalk 10.11.2014
2. Neue Jobs?
Der Artikel suggeriert, dass die Zahl der Arbeitsplätze um 35000 steigen wird. Wie soll das gehen? Der Markt, der von Aldi beackert wird, ist ein Verdrängungsmarkt. Für jeden neuen Aldi-Arbeitsplatz wird mindestens einer bei der Konkurrenz verloren gehen.
Rido 10.11.2014
3.
Zitat von noalkDer Artikel suggeriert, dass die Zahl der Arbeitsplätze um 35000 steigen wird. Wie soll das gehen? Der Markt, der von Aldi beackert wird, ist ein Verdrängungsmarkt. Für jeden neuen Aldi-Arbeitsplatz wird mindestens einer bei der Konkurrenz verloren gehen.
Bei einem so gesättigten Markt wie diesem stimmt das schon. Ich frage mich, wann die erste ALDI-Filiale auf dem Titan aufmacht, das ist glaube ich der letzte Ort des Sonnensystems, an dem es ALDI noch nicht gibt. :)
Dr. Elmo 10.11.2014
4. Sonntags geöffnet?
Auf dem Foto sind die Sonderangebote für den Sonntag zu sehen. Haben die Geschäft in GB auch sonntags geöffnet?
MartinHa 10.11.2014
5.
Natürlich haben die Geschäfte in Großbritannien sonntags geöffnet. So einen Quatsch wie ein Ladenschlussgesetz gibt es nicht in vielen Ländern.
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