Mega-Börsengang Investoren reißen sich um Alibaba-Aktien

Erfolg für den chinesischen Amazon-Konkurrenten Alibaba: Schon am zweiten Tag der Werbetour für den Börsengang ist das Interesse der Investoren laut Reuters groß genug, um alle angebotenen Aktien zu verkaufen.

Konzernzentrale von Alibaba (in Hangzhou): Nachfrage bereits ausreichend
REUTERS

Konzernzentrale von Alibaba (in Hangzhou): Nachfrage bereits ausreichend


New York - Der Auftakt der Börsengang-Roadshow von Alibaba in New York enttäuschte viele Analysten. Dennoch kann der chinesische Online-Händler mit einem Erfolg rechnen. Schon am zweiten Tag der Werbetour sei die Nachfrage ausreichend gewesen, um alle angebotenen Aktien zu verkaufen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mehrere Insider.

Insgesamt bietet der außerhalb Chinas weitgehend unbekannte Amazon-Konkurrent im Rahmen des Debüts an der New Yorker Börse 320 Millionen Anteilsscheine an. Die Papiere sollen einen Ausgabepreis von 60 bis 66 Dollar erzielen, zunächst soll der Börsengang gut 21 Milliarden Dollar einbringen.

Damit wäre Alibabas Börsengang der bislang größte eines Technologiekonzerns und würde den von Facebook ablösen. Das soziale Netzwerk nahm bei seiner Börsenpremiere im Mai vor zwei Jahren 16 Milliarden Dollar ein. Das Debüt an der Nasdaq galt allerdings auch als größte Blamage der Wall Street.

Alibaba würde bei Ausübung einer Mehrzuteilungsoption sogar auf 23,4 Milliarden Dollar kommen und auch den bislang weltgrößten Börsengang überhaupt übertreffen. Im Jahr 2010 hatte die Agricultural Bank of China gut 22 Milliarden Dollar bei Investoren eingesammelt.

Am Montag hatten sich Teilnehmer der ersten Roadshow-Veranstaltung in New York enttäuscht gezeigt. Das lag allerdings weniger an organisatorischen Mängeln und abgepackten Truthahn-Sandwiches als Verpflegung, vor allem inhaltlich sei vieles offen geblieben. So sagten einige Anleger, sie hätten gern gewusst, wie Alibaba zu Vorwürfen steht, bei der Besetzung des Managements zu intransparent zu sein - doch ihre Fragen seien nicht beantwortet worden.

Das Internetversandhaus ist seit seiner Gründung vor 15 Jahren rasant gewachsen. Über Alibaba-Portale werden heute weit mehr Waren verkauft als bei Amazon und Ebay zusammen.

fdi/Reuters

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mr.andersson 10.09.2014
1.
"So sagten einige Anleger, sie hätten gern gewusst, wie Alibaba zu Vorwürfen steht, bei der Besetzung des Managements zu intransparent zu sein - doch ihre Fragen seien nicht beantwortet worden." Die Frage ist ja auch mehr als Grenzwertig. Was soll man darauf antworten? Ja, sehen wir genauso? Nein sehen wir anders? Wem ist damit geholfen? "Das Internetversandhaus ist seit seiner Gründung vor 15 Jahren rasant gewachsen. Über Alibaba-Portale werden heute weit mehr Waren verkauft als bei Amazon und Ebay zusammen." Dann scheinen Sie im Management nicht viel falsch gemacht zu haben.
Deutscher__Michel 10.09.2014
2. Die Zukunft liegt im Osten...
China und Russland sowie Asien sind die Märkte der Zukunft.. wir haben schon verloren genau wie der USA, nur merken wir es noch nicht.. Das Wachstum ist enorm, die Kaufkraft wächst in einem Tempo (in China) dass einem schwindelig wird, die Mittelschicht wird in 8 Jahren prozentual die deutschen eingeholt haben - nur mit einer 10 fach höheren Kaufkraft.. Ich würde auch Alibaba Aktien kaufen.. wenn ich das Geld dazu hätte..
vollimbiss 10.09.2014
3. Was das sein?
Was ist das für ein Unternehmen, das so etwas anbietet? "gleichermaßen gefälschte daunenjacke männer kleidung großhandel jacke" Eben in deren online Angebot gefunden. Fröhliches einkaufen.
Karlson0815 10.09.2014
4.
Mal ganz ehrlich. Alibaba ist doch eine billige Ebay Kopie.
SpitzensteuersatzZahler 10.09.2014
5.
Zitat von Karlson0815Mal ganz ehrlich. Alibaba ist doch eine billige Ebay Kopie.
Wenn man keine Ahnung hat, muss man nicht unbedingt etwas zu nem Thema beisteuern.
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