Versicherung Heftige Unwetter lassen Gewinn der Allianz einbrechen

Stürme, Überschwemmungen und Gewitter: Unwetterschäden kommen der Allianz im zweiten Quartal teuer zu stehen. Der Überschuss schrumpft um 46 Prozent. Am Jahresziel hält die Versicherung aber fest.

Windhose in Bad Waldsee
DPA

Windhose in Bad Waldsee


Der Gewinn von Europas größtem Versicherer ist im zweiten Quartal eingebrochen. Der Überschuss sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 46 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro geschrumpft, teilte die Allianz mit. Das liege vor allem an Naturkatastrophen und hohen Abschreibungen auf den Verkauf der Südkorea-Tochter.

Das zweite Quartal wurde insbesondere durch ausgesprochen hohe Schäden aus schweren Überschwemmungen und Stürmen in Europa geprägt", sagte Vorstandschef Oliver Bäte. Vor allem die schweren Unwetter in Deutschland und Frankreich kamen den Versicherer teuer zu stehen.

Die Abschreibung auf das vor dem Verkauf stehende Korea-Geschäft schlug mit 352 Millionen Euro zu Buche. Der operative Gewinn brach um 17 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro ein. Damit schnitt das Unternehmen schlechter ab als von Analysten erwartet. Auch die Schwäche der Vermögensverwaltung hielt zwischen April und Juni an. Die wichtige US-Fondstochter Pimco hat die erhoffte Trendwende noch nicht geschafft: Hier ziehen die Kunden unter dem Strich weiter Milliarden ab.

Bäte sieht den Konzern dennoch auf Kurs und hält an den Jahreszielen fest. Der operative Gewinn soll bei zehn bis elf Milliarden Euro liegen. Vorbörslich büßten die Anteilsscheine der Allianz Chart zeigen1,91 Prozent ein.

brk/dpa/Reuters



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