Alphabet-Quartalszahlen Google-Mutter mit 30 Prozent weniger Gewinn

Schlechte Nachrichten für Alphabet: Der Umsatz des Google-Mutterkonzerns legt zwar deutlich zu, aber der Überschuss ist eingebrochen. Das liegt vor allem an einer Milliardenstrafe der EU.

Pawel Kopczynski / Reuters


Im ersten Quartal 2019 hat die Google-Mutter Alphabet deutlich an Gewinn eingebüßt. Das Unternehmen konnte seinen Umsatz zwar um rund 17 Prozent auf 36,3 Milliarden US-Dollar (etwa 32,46 Milliarden Euro) steigern. Doch der erzielte Überschuss lag mit 6,7 Milliarden Dollar (etwa 6,0 Milliarden Euro) gleichzeitig um fast 30 Prozent unter dem Vorjahreswert. Damit blieb Alphabet hinter den Erwartungen von Analysten zurück.

Ein Grund für den Einbruch der Erträge beim Google-Mutterkonzern war eine erneute Strafe der EU-Kommission. Die Brüsseler Behörde hatte Google im März wegen Behinderung anderer Suchmaschinen zur Zahlung von rund 1,5 Milliarden Euro verurteilt.

Angesichts der hohen Strafzahlung fiel der Gewinn immer noch vergleichsweise hoch aus. Trotzdem sorgten die durchwachsenen Zahlen für deutliche Kursverluste. Zeitweise fiel die Alphabet-Aktie um mehr als fünf Prozent.

mmm/dpa



insgesamt 6 Beiträge
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dieter.zuckermann 29.04.2019
1.
Auf immer wieder neue Strafen sollte sich Google generell einstellen. Es ist ja bei weitem noch nicht zu Ende. Auch die Digitalsteuer wird früher oder später kommen. Deutschlang zögert. Aber nicht für ewig.
Mistkaefer 29.04.2019
2. Ganz ehrlich ...
... ich freue mich über jeden Misserfolg der steuervermeidenden US-IT-Monopolisten. Das soll auch Trump auf die Füsse fallen. Hoffentlich verschwindet auch bald dieses kulturzerstörende Facebook. Ebenfalls die Trash-Filmindustrie und die grauenhaften Musikerzeugnisse dieses Landes. Die Fastfood-Kultur können Sie ebenfalls zurückhaben. Und sie haben kein Recht, den Drogenimport aus dem Süden zu verurteilen, solange Millionen von ihnen ganz freiwillig ihre Gehirne mit dem Giftzeug vernebeln und den Markt dafür befeuern. Diese arrogante USA-Bande mit ihrer Trump-Regierung, die den Ländern der Welt vorschreiben will, was sie im Interesse der USA tun oder lassen sollen, soll einfach demütig werden! Make our planet great again!
ulrich_scheller 30.04.2019
3. Wertekanon
In Zusammenhang mit Ihrer Bewertung der Gewinnentwicklung bei der Google Mutter denke ich, dass es schon erstaunlich ist, wenn man es als "schlecht" und als Problem bezeichnet, dass ein Unternehmen "nur 6 Milliarden US Dollar" Gewinn gemacht hat. Ein neutrale Analyse , wie zum Beispiel , "Rückgang der Gewinne" "Gewinneinbruch" wären da angebrachter, denke ich. Gier ist inzwischen scheinbar gesellschaftsfähig und ein vorherrschendes Ideal geworden. Muss man sich damit abfinden? mfg
hefe21 30.04.2019
4. Einbruchssicher
"Ein Grund für den Einbruch der Erträge beim Google-Mutterkonzern war eine erneute Strafe der EU-Kommission." Die Erträge sind ja offensichtlich nicht eingebrochen und dann wird sich bei den Techies eben das bekannte Testat "Gewinn vor Steuern" erweitert auf "Gewinn vor Steuern und Strafen". Die Preise (=Kurse) für diese Konzerne werden von ihren Investoren ja weiter hochgehalten - ein brillianter Kommentar im jüngsten Computermagazin von B5 aktuell hat die "Buchungssachlage" dort auf den Punkt gebracht und gipfelte in der unverblümten Anregung, doch ein paar Gefängniszellen für die Emotionsschürfer im Silly-Con-Valley freizuhalten. Tja, und der Scherz darf auch nicht fehlen: wenn ein Gewinn "eingebrochen" ist, kann er dann nicht nach den einschlägigen Paragraphen für diese Straftat belangt werden?
Europa! 30.04.2019
5. Neid ist ein schlechter Ratgeber
Die Borniertheit der deutschen und europäischen Google-Feinde ist wirklich erschütternd. Vielleicht sollte Google einfach mal für einen Tag seinen deutschen Dienst einstellen, so wie es Wikipedia neulich gemacht hat. Der Marktanteil von Google ist in Deutschland höher als in den USA - offensichtlich vertraut man der Firma weitaus mehr als allen anderen. Was zugleich ein Armutszeugnis für die deutschen und europäischen digitalen Bemühungen ist. "Milliardenstrafen" gegen die klugen Köpfe im Silikon Valley sind keine Lösung, solange in Europa digitale Unfähigkeit und Lethargie herrschen. Die Chinesen machen es besser. Die stellen selbst etwas auf die Beine (Alibaba, WeChat, Tencent, Baidu etc.), statt zu jammern und schimpfen.
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