Aluminiumkonzern Rekordnachfrage beflügelt Alcoa-Ergebnis

Sie gelten als Frühindikator der US-Konjunktur: die Quartalszahlen des amerikanischen Aluminiumriesen Alcoa. Demnach dürfte sich die Wirtschaft freuen, denn in diesem Konzern geht es aktuell deutlich bergauf.

Firmenschriftzug an der Alcoa-Zentrale: Mehr Umsatz dank gestiegener Rohstoffpreise
AP

Firmenschriftzug an der Alcoa-Zentrale: Mehr Umsatz dank gestiegener Rohstoffpreise


Pittsburgh/New York - Der Auftakt zur Berichtssaison ist geglückt: Der vom früheren Siemens-Chef Klaus Kleinfeld geführte Aluminiumhersteller Alcoa Chart zeigen verkündete am Montag nach Börsenschluss in New York erfreuliche Quartalszahlen - die traditionell als Trendbarometer für die US-Wirtschaft gelten. Das Unternehmen profitierte von einer Rekordnachfrage nach Aluminium und gestiegenen Rohstoffpreisen.

Im zweiten Quartal stieg das Nettoergebnis auf 322 Millionen Dollar oder 28 Cent je Aktie. Im Vorjahreszeitraum hatte der Gewinn noch 136 Millionen Dollar oder 13 Cent je Anteilsschein betragen. Der Umsatz legte um 27 Prozent auf 6,6 Milliarden Dollar zu. Analysten hatten im Schnitt mit einem Umsatz von 6,3 Milliarden Dollar gerechnet.

"Zwar verläuft die wirtschaftliche Erholung ungleichmäßig", sagte Kleinfeld am Montag in New York, "doch der Ausblick für Alcoa und für Aluminium bleibt insgesamt positiv." Die Nachfrage nach dem Metall steige anhaltend, versicherte er. Zuletzt waren die Alupreise deutlich gestiegen. Sie pendelten an der London Metal Exchange zwischen 2500 und 2600 Dollar je Tonne. Im Vorjahresquartal waren es im Schnitt 1977 Dollar je Tonne.

Die Börsianer hören die Botschaft gerne: Die Alcoa-Aktie lag nachbörslich leicht im Plus. Der große Jubel an den Märkten blieb allerdings aus, denn höhere Energie- und Materialkosten knabberten gleichzeitig am Alcoa-Gewinn. Zudem litt der Konzern nach eigenen Angaben unter dem schwächeren Dollar.

Alcoa läutet traditionell die US-Berichtssaison ein, in der die Konzerne ihre Geschäftszahlen vorlegen. Börsianer schauen bei Alcoa auch noch aus einem anderen Grund besonders genau hin: Die Zahlen gelten wegen der breiten Verwendung von Aluminium als eine Art Indikator für die gesamte Wirtschaft. Die Autoindustrie setzt das leichte Metall etwa für Motorblöcke ein, die Flugzeughersteller bauen daraus Rumpf und Tragflächen.

can/Reuters/dpa

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