Deutsche Versandzentren 1000 Beschäftigte bestreiken Amazon

Fünf Versandzentren von Amazon sind erneut bestreikt worden. Rund 1000 Angestellte haben für einen Tarifvertrag die Arbeit ruhen lassen. Der weltgrößte Versandhändler zeigt sich unbeeindruckt.

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Beschäftigte des weltgrößten Versandhändlers Amazon sind in Deutschland erneut in den Streik getreten. Rund 1000 Beschäftigte in Koblenz (Rheinland-Pfalz), Bad Hersfeld (Hessen), Rheinberg und Werne in Nordrhein-Westfalen sowie in Graben bei Augsburg ließen in der Frühschicht die Arbeit ruhen, wie Amazon mitteilte. Die Gewerkschaft Ver.di kündigte weitere Streiks in der Spätschicht an.

Amazon befindet sich wegen der Bezahlung in seinen Logistikzentren im Dauerkonflikt mit Ver.di. In den neun deutschen Versandzentren wird deshalb seit April 2013 immer wieder gestreikt; in den vergangenen beiden Jahren war auch das Weihnachtsgeschäft betroffen.

Ver.di will für die Beschäftigten Verträge nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels durchsetzen. Der US-Konzern weigert sich bislang aber, einen Tarifvertrag für seine Mitarbeiter in Deutschland auszuhandeln, und orientiert sich bei der Bezahlung an der Logistikbranche.

Eine Amazon-Sprecherin sagte, dass der Konzern an allen deutschen Standorten rückwirkend zum 1. September die Löhne erhöht hat. Der Brutto-Basislohn liege nun zwischen 10,30 und 11,12 Euro. Neben den gut 11.000 Festangestellten seien derzeit auch mehrere tausend Saisonarbeitskräfte im Einsatz.

msc/dpa/AFP



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