Wertvollste US-Unternehmen Amazon verdrängt Google-Mutterkonzern Alphabet von Platz zwei

In die Rangliste der wertvollsten US-Unternehmen kommt Bewegung: Amazon ist, gemessen am Börsenwert, an der Google-Mutter Alphabet vorbeigezogen und belegt nun Platz zwei. An der Spitze bleibt Apple.
Amazon-Chef Jeff Bezos

Amazon-Chef Jeff Bezos

Foto: JASON REDMOND/ AFP

Für Amazon läuft es an der Börse richtig gut. Im bisherigen Jahresverlauf kletterte der Aktienkurs bereits um 35 Prozent. Das macht sich nun auch im Ranking der wertvollsten börsennotierten US-Unternehmen bemerkbar. Amazon   hat die Google-Mutter Alphabet am Dienstag erstmals überholt und ist auf Platz zwei vorgerückt. Die Marktkapitalisierung des Konzerns von Jeff Bezos liegt bei rund 768 Milliarden Dollar.

Noch höher bewerten Anleger derzeit nur den iPhone-Hersteller Apple  , der es beim Börsenwert aktuell auf gut 889 Milliarden Dollar bringt. Die Google-Papiere   büßten am Dienstag an der Wall Street 0,4 Prozent ein, dadurch sank der Börsenwert des Mutterkonzerns Alphabet   auf "nur noch" knapp 763 Milliarden Dollar.

Amazon hatte die Anleger zuletzt auch mit guten Zahlen erfreut. Für das vierte Quartal 2017 vermeldete der Konzern einen Gewinn von 1,9 Milliarden Dollar. Zwar profitierte der Konzern dabei von der US-Steuerreform, doch der Überschuss kam auch dank guter Geschäfte zustande. Der Umsatz war im Schlussquartal 2017 um 38 Prozent auf 60,5 Milliarden Dollar gestiegen.

Der Erfolg von Amazon an der Börse hatte bereits Auswirkungen auf ein weiteres Wirtschaftsranking. Denn Amazon-Chef Jeff Bezos hat dem Microsoft-Gründer Bill Gates den Rang als reichster Mensch der Welt abgelaufen. Laut der Anfang März vom US-Magazin "Forbes" veröffentlichten Rangliste der Milliardäre hat sich Bezos' Vermögen in den vergangenen zwölf Monaten nahezu verdoppelt - dank des enormen Anstiegs der Aktie seines Internetkonzerns.

Das Vermögen des 54-Jährigen liegt demnach nun bei geschätzten 112 Milliarden Dollar. Das von Gates schrumpfte hingegen um etwa 400 Millionen Dollar und liegt nun bei 90 Milliarden Dollar.

mmq/Reuters/dpa
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