Shoppen im Netz Amazon beherrscht fast die Hälfte des deutschen Onlinehandels

Etwa 53,6 Milliarden Euro dürften die Deutschen 2018 im Netz für Onlineeinkäufe ausgeben - fast die Hälfte davon beim Marktführer. Vor allem Amazons Marktplatz sorgt für Wachstum.
Versandstation von Amazon in Werne (Archivfoto)

Versandstation von Amazon in Werne (Archivfoto)

Foto: Roland Weihrauch/ picture alliance / dpa

Amazon beherrscht fast die Hälfte des deutschen Onlinehandels. Laut einer Studie des Handelsverbands Deutschland (HDE), die dem SPIEGEL vorliegt, entfielen im Jahr 2017 etwa 46 Prozent des bundesweiten E-Commerce-Umsatzes auf die deutsche Tochter des US-Konzerns.

Insgesamt dürfte der Nettoumsatz im deutschen Onlinehandel in diesem Jahr etwa 53,6 Milliarden Euro betragen, das wäre ein Plus von knapp zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Markt im Netz entwickele sich dynamisch, heißt es im "Online-Monitor 2018" des HDE, eine Sättigungsgrenze sei nicht in Sicht. Die Zahl der deutschen Onlineshopper wuchs 2017 um sieben Prozent, am stärksten in der Generation der über 60-Jährigen. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Die Umsatzzuwächse stammten vor allem aus dem Bereich Amazon Marketplace, dem virtuellen Marktplatz des Unternehmens, der auch anderen Anbietern offensteht. Dort stieg der Umsatz im Vergleich zu 2016 um 2,1 Milliarden Euro; zwölf Prozent der gesamten Onlineumsätze stammen von ursprünglich rein stationären Händlern.

Im Branchenvergleich wachsen die Mode- und Accessoiresbranche sowie die Konsumentenelektronik am dynamischsten: Beide verzeichneten 2017 ein Online-Umsatzwachstum von je 1,1 Milliarden Euro. Aller Netzeuphorie zum Trotz: Das Onlinegeschäft macht noch immer nur knapp ein Zehntel des gesamten Handels in Deutschland aus.

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