Paketzustellung aus der Luft Amazon erhält Lizenz für Drohnenpost-Test

Die US-Luftbehörde FAA gibt dem Versandhändler Amazon grünes Licht, seine Minihubschrauber über dem US-Staat Washington zu testen - aber nur bei Tageslicht und in Sichtweite des Piloten.
"Octocopter"-Paketdrohne von Amazon: Minihubschrauber mit acht Propellern

"Octocopter"-Paketdrohne von Amazon: Minihubschrauber mit acht Propellern

Foto: AFP/ Amazon

Seattle - Der US-Onlinehändler Amazon arbeitet unter Hochdruck daran, Pakete noch schneller ausliefern zu können. Sogenannte Octocopter, also Hubschrauber mit acht Propellern, sollen bestellte Ware innerhalb von 30 Minuten zum Empfänger bringen. Diesem Ziel kommt das Unternehmen jetzt einen wichtigen Schritt näher: Die zuständige Luftfahrtbehörde FAA erteilte Amazon die Erlaubnis, einen Prototyp über ländlichem Gebiet im Bundesstaat Washington im Freien zu erproben.

Die Drohnen dürfen demnach nur bei Tageslicht und in maximal 122 Metern Höhe fliegen. Sie müssen außerdem in Sichtweite desjenigen bleiben, der sie steuert. Der Tester muss wiederum einen privaten Pilotenschein besitzen und bestimmte medizinische Voraussetzungen erfüllen.

Die FAA fordert von Amazon außerdem, monatlich Angaben zur Zahl der Testflüge zu machen und über etwaige Probleme zu berichten. Wegen der bislang fehlenden Erlaubnis für Drohnen-Testflüge in den USA testete der Versandhändler die automatischen Miniflugzeuge bislang auf einem Versuchsgelände in einem Werk in der Nähe des Firmensitzes in Seattle und in Ländern mit weniger strengen Flugverkehrsregeln.

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Anfang Dezember hatte sich der Konzern bei der FAA über die fehlende Erlaubnis für Drohnen-Tests in den USA beschwert. Amazon   drohte damals damit, die Entwicklung der Geräte in ein anderes Land zu verlagern.

Neben Amazon experimentieren auch Google und die Deutsche Post mit Drohnen, um Pakete künftig mit Mini-Flugzeugen auszuliefern. In Deutschland kommt bereits ein sogenannter Paketkopter zwischen der Insel Juist und dem Festland zum Einsatz, um Medikamente über die Nordsee bringen.

bos/AFP/Reuters
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