Quartalszahlen von Amazon, Microsoft, Google Gewinne, Gewinne, Gewinne

Die Onlineriesen Amazon, Microsoft und Google-Mutterkonzern Alphabet haben ihre Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt: Sie fallen durchweg gut aus - zur Freude der Anleger.

Google: Gewinnsteigerung um 45 Prozent beim Mutterkonzern Alphabet
AP/dpa

Google: Gewinnsteigerung um 45 Prozent beim Mutterkonzern Alphabet


Mit zum Teil überraschend hohen Gewinnen ziehen die Großen der Online- und Computer-Branche eine erfreuliche Bilanz nach dem dritten Quartal. Der Google-Mutterkonzern Alphabet teilte mit, dass der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 45 Prozent auf 3,98 Milliarden Dollar gestiegen sei. Der Umsatz legte um 13 Prozent auf 18,67 Milliarden Dollar zu. Alphabet kündigte außerdem an, über Aktienrückkäufe bis zu 5,1 Milliarden Dollar an die Anleger fließen zu lassen. Im nachbörslichen Handel legte der Aktienkurs um mehr als zehn Prozent auf über 720 Dollar zu.

Der vor 17 Jahren gegründete Internetgigant Google hatte im August die verschiedenen Dienste des Google-Universums unter einem Dachkonzern mit dem Namen Alphabet zusammengefasst. Google ist die dominierende Suchmaschine im Netz, entwickelte das auf vielen Smartphones verwendete Betriebssystem Android und bietet einen E-Mail-Dienst an. Außerdem startete das Unternehmen einen Online-Bezahldienst und experimentiert mit zukunftsweisenden Produkten wie fahrerlosen Autos.

Quartalszahlen von Amazon

Überraschend hoch fielen die Gewinne beim weltgrößten Online-Händler Amazon aus. Im abgelaufenen Quartal von Juli bis September lag der Überschuss bei 79 Millionen Dollar. Am Markt war eher ein Quartalsverlust erwartet worden. Im Vorjahresquartal hatte Amazon noch 437 Millionen Dollar Verlust gemacht. Der Umsatz stieg um gut 23 Prozent auf 25,36 Milliarden Dollar wie der Online-Händler nach Börsenschluss mitteilte. Nachbörslich notierte die Aktie zehn Prozent im Plus.

Für Amazons schwarze Zahlen sorgten vor allem das Geschäft in Nordamerika, dem größten Markt für den Online-Händler, und die Cloud-Sparte, die viele Unternehmen mit Rechenleistung aus dem Netz versorgt. Das Cloud-Geschäft verzeichnete ein Umsatzplus von mehr als 78 Prozent und stieg auf 2,09 Milliarden Dollar.

Quartalszahlen von Microsoft

Der US-Technologiekonzern Microsoft konnte seinen Gewinn im vergangenen Quartal leicht steigern. Das Unternehmen teilte mit, von Juli bis September 4,6 Milliarden Dollar verdient zu haben, ein Plus von zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Umsatz ging dagegen um zwölf Prozent auf 23,2 Milliarden Dollar zurück.

Microsoft-Chef Satya Nadella erklärte, der Konzern mache bei seiner Neuausrichtung hin zu Software und Dienstleistungen für das mobile Internet Fortschritte. Die Nachfrage nach dem Ende Juli eingeführten Betriebssystem Windows 10 sei groß. Microsoft dominiert das klassische PC-Geschäft mit Windows und der Bürosoftware Office, bei den zukunftsträchtigen Smartphones und Tablets liegt der Konzern aber hinter den Konkurrenten Apple und Google.

kop/dpa/Reuters/AFP

Mehr zum Thema


insgesamt 12 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
PriseSalz 23.10.2015
1. Falsche Richtung
Die Verteilung der Betriebsgewinne in solchen Unternehmen kennt - nach Abzug der Steuern - nur zwei Empfänger: Die Eigentümer (darunter natürlich die Aktienbesitzer), also das Kapital, und die im Unternehmen arbeitenden Menschen. Letztere ziehen leider den Kürzeren mit Löhnen, die oft so niedrig sind dass die Allgemeinheit (vía Steuern / Aufstockung) zuzahlen muss. Nicht gut.
Markus Frei 23.10.2015
2. Schön
Und besonders vorteilhaft für die Aktionäre ist, das diese Unternehmen praktisch keine Steuern bezahlen müssen. Würden nur diese drei Unternehmen auch nur die Hälfte der Steuern bezahlen die sie eigentlich müssten und das Geld ginge nach Griechenland, bräuchte man keine Hilfspakete, keine Rettungsfonds oder sonst etwas.
blob123y 23.10.2015
3. Wie manipuliert Google Gewinne?
Hier stehts und das machen die andauernd so: http://www.webpronews.com/google-accused-of-stealing-money-from-adsense-publishers-2014-04/
reader01 23.10.2015
4. Kaum Steuern, kaum Steuern, kaum Steuern
möchte man der Überschrift hinzufügen. Die Brüsseller Eurokratie hat zwar alle Bananen in Form gezwungen, zeigte sich aber bei der Verhinderung der Steuervermeidungsstrategien, nicht nur dieser 3 Globalplayer, völlig machtlos. Oder eher willenlos?!
Harald A 23.10.2015
5. und wieviel Steuern haben sie bezahlt?
Die hohen Gewinne gehen auf Kosten der Steuerzahler. Und diese sind heutzutage in der Regel die Arbeitnehmer. Wir bezahlen deren Anteil mit! Dessen sollten wir uns bewusst sein, wenn wir glauben irgendwo etwas gratis oder günstig zu bekommen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.