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Onlineversand Amazon muss Lagerfläche für deutschen Markt verdoppeln

aus DER SPIEGEL 40/2022

Amazon benötigt in den nächsten Jahren zahlreiche neue Logistikzen­tren, um den deutschen Markt bedienen zu können. Laut einer Studie der kanadischen Logistikberatung MWPVL muss der weltgrößte Onlinehändler die Flächen bis 2028 von derzeit 4,3 auf über 8,8 Quadratkilometer mehr als verdoppeln, um mit dem erwarteten Wachstum des E-Commerce in Deutschland Schritt zu halten.

Aus: DER SPIEGEL 40/2022

Anschlag in der Tiefe

Heftige Explosionen haben die Röhren der deutsch-russischen Pipelines Nord Stream 1 und 2 in der Ostsee aufgerissen und fast 800 Millionen Kubikmeter Gas entweichen lassen. Während Geheimdienste nach den Tätern suchen, macht der Fall klar, wie verwundbar die Infrastruktur des Westens ist.

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Derzeit steuert der US-Konzern den deutschen Markt aus 30 Logistik- und Dienstleistungszentren, zwei weitere sind geplant. Der Lagerboom wird aus Sicht von MWPVL-Experte Marc Wulf­raat nur teilweise auf deutschem Boden stattfinden. Wegen höherer Arbeitskosten und Kon­flikten mit der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di beliefere Amazon deutsche Kunden verstärkt aus Polen, Tschechien und der Slowakei. »Wir erwarten, dass ein Gutteil der Fläche außerhalb Deutschlands gebaut werden wird«, sagt er. Deutschland ist heute der zweitgrößte Markt für den Internethändler nach den USA. Für keinen anderen westlichen Markt benötigt Amazon so viel zusätz­liche Fläche wie für den deutschen. In den USA hat Amazon zuletzt Dutzende Projekte beerdigt, weil der Onlinehandel dort nicht mehr so schnell wächst wie in der Pandemie.

ade

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