Onlinehändler geht offline Amazon eröffnet Buchhandlung

Amazon gilt als Feind des klassischen Buchhandels. In Seattle eröffnet das Unternehmen nun selbst einen Laden. Dafür druckt der Onlinehändler sogar Kundenbewertungen auf Kärtchen.

Amazon-Buchhandlung: In die Regale kommt, was den Onlinekunden gefällt
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Amazon-Buchhandlung: In die Regale kommt, was den Onlinekunden gefällt


Der Erfolg von Amazon hat weltweit den Niedergang des klassischen Buchhandels befördert. Gegen das große Angebot und die Preispolitik des Onlinehändlers hatten viele Konkurrenten keine Chance - zahlreiche Geschäfte schlossen in den vergangenen Jahren. Da dürfte der neueste Plan des Unternehmens für manche wie eine Farce wirken: Amazon steigt in den stationären Buchhandel ein - und beginnt an seinem Konzernsitz Seattle.

In einem Einkaufszentrum eröffnet das Unternehmen an diesem Dienstag sein erstes Geschäft. Bis 2011 verkaufte an diesem Standort noch Branchenriese Barnes & Noble seine Bücher.

Amazon Chart zeigen wolle die Vorteile des Online-Einkaufs und des stationären Handels verbinden, teilte der Konzern mit. Neben jedem ausgestellten Buch werden Kärtchen mit der Onlinebewertung platziert, die Preise im Laden und im Internet sollen gleich sein.

Das Angebote im Laden dürfte sich von anderen Buchhandlungen unterscheiden. Denn in die Regale kommt, was den Onlinekunden gefällt. "Tausende" Titel seien vorrätig, man könne auch Online-Bestellungen für Millionen weiterer Bücher aufgeben, hieß es.

brk/dpa/Reuters



insgesamt 8 Beiträge
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Seite 1
kategorien 03.11.2015
1. Ha!
Dabei wurde Buchhandlungen das Ende vorhergesagt, so wie den Zeitungen und der Demokratie. Die Idee sich an den eigenen Online Reviews zu orientieren genial. Unweit interessanter als Spiegel-Bestsellerliste oder die Beratung des Buchhändlers. Für Spezial- oder Seltenheitsliteratur wiederum kenne ich Buchhandlungen um die Ecke.
erst nachdenken 03.11.2015
2.
Wenn Amazon offline im Sortiment so expandiert wie online, dann haben die Karstadthäuser nach Übernahme eine goldene Zukunft.
volucer 03.11.2015
3. amazon die gefahr
obwohl ich selber gerne bei amazon einkaufe ist die gefahr groß, dass amazon irgendwann zum monopol wird. dann wars das leider mit den günstigen preisen. also liebe amazonhasser, kauft weiter nicht da, dann hab ich günstigere preise.
silenced 03.11.2015
4.
Amazon macht's mal wieder richtig. Anstatt zu beklagen wie alle anderen wird kombiniert, hier aber auf dem schwierigeren Weg, nämlich von Online zu Offline.
moneysac123 03.11.2015
5.
Na wenn das mal nicht Ausnutzung von MArktmacht ist, die letztendlich zu Lasten der Verbraucher ausfällt. Immerhin werden andere Buchhändler massiv verdrängt durch Amazon.
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