Konkurrenz für dm und Rossmann Amazon plant offenbar Angriff auf Drogerien

Amazon verschickt neuerdings Lebensmittel, bald könnten Windeln, Klopapier und Babybrei folgen: Einem Bericht zufolge will der Konzern ein günstiges Sortiment aus Eigenmarken einführen.
Amazon-Lager (Archivbild)

Amazon-Lager (Archivbild)

Foto: Getty Images for Amazon

Der Onlinehändler Amazon baut sein Geschäft mit Drogeriewaren einem Pressebericht zufolge kräftig aus. Der US-Konzern plane, zum Jahreswechsel europaweit ein Basissortiment an Eigenmarken einzuführen, das berichtet die "Lebensmittel Zeitung" unter Berufung auf Unternehmenskreise. Neben Windeln und anderen Hygiene-Artikeln sei auch von Babynahrung und Körperpflegeprodukten die Rede. Für eine Stellungnahme war Amazon nicht zu erreichen.

Vorangetrieben werden soll die Offensive von einem Amazon-Team in Luxemburg. Zielgruppe seien vor allem junge Familien, deren Konsumverhalten ohnehin zum bisherigen Abo-Modell von Amazon   passe. Bei der Preisgestaltung wolle sich der Konzern zwischen Marke und dem Einstiegssegment orientieren. Zudem erwäge Amazon, sich auch mit Eigenmarken bekannter Händler wie Aldi oder Rossmann beliefern zu lassen. Gerade im Bereich Babynahrung und Windeln verspreche sich das Unternehmen, von dem hier bereits aufgebauten Kundenvertrauen zu profitieren.

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Die Hersteller könnte das allerdings in eine schwierige Lage bringen. Denn die Belieferung des Online-Konkurrenten ist so manchem stationären Einzelhandelsunternehmen ein Dorn im Auge. So hatte Lidl erst kürzlich gedroht, Lieferanten von AmazonFresh, dem Lebensmittel-Lieferservice von Amazon, teilweise auszulisten. Die dominierenden Drogerieketten wie dm und Rossmann könnten in diesem Zusammenhang ähnlich reagieren.

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beb/dpa-AFX
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