Coronavirus Amazon sucht mit Wärmebildkameras nach fiebernden Mitarbeitern

Infrarot-Scans sollen die Ausbreitung des Coronavirus in Amazon-Lagern eindämmen. Der Konzern setzt die systematischen Fieberchecks laut einem Bericht schon in mindestens sechs Hallen in den USA ein.
Amazon-Standort in Baltimore

Amazon-Standort in Baltimore

Foto: CHIP SOMODEVILLA/ AFP

Amazon setzt Angestellten zufolge in den USA Wärmebildkameras ein, um Mitarbeiter mit Fieber zu identifizieren. In mindesten sechs Lagerhallen des Onlinehändlers rund um Los Angeles und Seattle seien entsprechende Geräte installiert worden, sagten Angestellte der Nachrichtenagentur Reuters . Wenn die Kameras erhöhte Temperaturen zeigten, werde bei den betroffenen Mitarbeitern noch einmal auf der Stirn Fieber gemessen.

Fieber gilt als eines der Hauptsymptome für das neuartige Coronavirus. Amazon bestätigte den Einsatz von Wärmebildkameras in einigen Lagerhallen. Man wolle für die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter sorgen, teilte das Unternehmen mit.

Der Logistikkonzern ist wegen zahlreicher Corona-Fälle in die Kritik geraten. In mindestens 74 Lagern und Lieferzentren von Amazon haben sich inzwischen Mitarbeiter mit dem Virus infiziert. Angestellte fordern teils auf Demonstration besseren gesundheitlichen Schutz.

In Frankreich musste Amazon bis auf Weiteres Teile seiner Versand- und Lageraktivitäten einstellen, weil ein Gericht dem Onlinehändler mangelnden Schutz von Angestellten vorwarf.

Vergangenen Dienstag war bekannt geworden, dass Amazon zwei Mitarbeiterinnen entlassen hatte, weil diese dem Unternehmen mangelnden Klimaschutz und lückenhaften Schutz von Lagerarbeitern gegen das Coronavirus vorgeworfen hatten.

ssu/Reuters
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