Reaktion auf Wirtschaftskrise Amazon verkündet Einstellungsstopp

Angesichts der schlechten Konjunkturlage tritt der Versandriese bei Neueinstellungen auf die Bremse: Von wenigen Ausnahmen abgesehen, sollen in den kommenden Monaten keine neuen Jobs mehr geschaffen werden.
Amazon-Mitarbeiter in Washington: Ende des Booms oder Wachstumspause?

Amazon-Mitarbeiter in Washington: Ende des Booms oder Wachstumspause?

Foto:

STEFANI REYNOLDS / AFP

Der weltgrößte Onlineversandhändler Amazon will die Zahl seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angesichts von Inflations- und Rezessionsrisiken vorerst nicht weiter erhöhen. Die Konzernführung habe wegen der ungewissen wirtschaftlichen Lage und der vielen in den vergangenen Jahren angeheuerten Beschäftigten eine Einstellungspause für die kommenden Monate beschlossen, verkündete Amazon-Managerin Beth Galetti im Firmenblog (hier finden Sie den Eintrag im Original ).

Bereits in den vergangenen Wochen hatte Amazon in einigen Konzernteilen auf Neueinstellungen verzichtet. Das Unternehmen hat sich zudem von der Plattform Fabric.com getrennt und laut Medienberichten das Ende des virtuellen Gesundheitsdiensts Amazon Care eingeläutet.

»Wir sehen uns mit einem ungewöhnlichen makroökonomischen Umfeld konfrontiert und wollen bei unseren Einstellungen und Investitionen ein ausgewogenes Verhältnis zu dieser Wirtschaft finden«, erklärte Amazon-Managerin Galetti nun. Je nach Geschäftsbereichen und Bedarf würden aber – etwa bei Personalabgängen – weiter vereinzelt Beschäftigte eingestellt.

Amazon hatte weltweit zuletzt rund 1,54 Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Was die US-Pläne für den Standort Deutschland bedeuten, war auf SPIEGEL-Nachfrage am Donnerstagabend zunächst nicht zu klären.

mic/dpa

Mehr lesen über

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.