Einzelhandel Amazon will offenbar neue Supermärkte eröffnen

Die Biokette Whole Foods hat der US-Konzern bereits übernommen - nun will Amazon offenbar in mehreren Großstädten ein neues Supermarkt-Modell vorstellen.

"Amazon 4-Star" in New York
AP

"Amazon 4-Star" in New York


Los geht es in Los Angeles, und zwar noch dieses Jahr: Amazon will Dutzende neue Supermärkte in mehreren US-Großstädten eröffnen, schreibt das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Personen.

Für zwei weitere Geschäfte, die Anfang 2020 an den Start gehen sollen, seien bereits Mietverträge unterzeichnet worden. Weitere Städte könnten San Francisco, Seattle, Philadelphia und die US-Hauptstadt Washington sein. Der Konzern erwäge auch den Kauf lokaler Supermarktketten, die jeweils rund ein Dutzend Geschäfte betreiben.

Eine Stellungnahme von Amazon gab es zunächst nicht. Überraschend käme der Schritt allerdings auch nicht: Schon in den vergangenen Jahren war in Medienberichten von Überlegungen des Unternehmens zu lesen, Hunderte Geschäfte in den USA zu eröffnen.

Amazon experimentiert schon mit der Verzahnung von Online und Offline

Der Konzern von Gründer und CEO Jeff Bezos hatte bereits die Biosupermarktkette Whole Foods übernommen. Die neuen Läden sollen dem Bericht zufolge aber nicht unter dieser Marke entstehen und stattdessen andere, günstigere Produkte anbieten. Noch unklar sei, ob die neue Kette unter Amazons eigenem Markennamen laufen könnte, hieß es.

Whole Foods gilt eher als ein Anbieter hochpreisiger Lebensmittel und hat grundsätzlich keine Artikel mit künstlichen Aromen, Konservierungsmitteln oder Süßstoffen im Sortiment. Dort experimentiert Amazon auch mit Sonderangeboten für Nutzer seines kostenpflichtigen Abo-Dienstes Prime, der bisher vor allem online Vorteile bietet.

Der Konzern betreibt mehrere innovative Läden unter dem Namen "Amazon Go", die ohne Kassen ausgekommen - Kameras und andere Sensoren erkennen, welche Artikel Kunden aus dem Regeln nehmen und einstecken. Das System funktioniert, Amazon setzt es bisher aber auf kleineren Ladenflächen ein.

In New York hat Amazon eine Buchhandlung eröffnet und verkauft in einem speziellen Ladengeschäft (fast) nur Produkte, die auf der Onlineplattform von Nutzern gut bewertet wurden. Mindestens vier Sterne sollen die angebotenen Waren erhalten haben, entsprechend heißt das Geschäft "Amazon 4-Star".

pbe/dpa



insgesamt 21 Beiträge
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Seite 1
viceman 03.03.2019
1. So stell ich mir
einen Kraken vor... irgendwann gehört dem die ganze Welt.
frenchie3 03.03.2019
2. Dann kommt der Alltag
Normaler Laden, normale Kosten. Oder man haut eine Selbstbedienung mit selber scannen an der Kasse hin, da braucht man nur ein paar scharfe Augen damit das richtig läuft. Oder, ganz ohne Personal, RFID Chips überall drauf. Ob sich das lohnt bleibt auszurechnen
112211 03.03.2019
3. 4 Sterne???
"In New York hat Amazon eine Buchhandlung eröffnet und verkauft in einem speziellen Ladengeschäft (fast) nur Produkte, die auf der Onlineplattform von Nutzern gut bewertet wurden. Mindestens vier Sterne sollen die angebotenen Waren erhalten haben, entsprechend heißt das Geschäft "Amazon 4-Star"." 4 Sterne in der Bewertung bei amazon heißt sehr viel: nämlich noch schlechter als 4 1/2 Sterne. Zu den Biomärkten hoffe ich, dass uns dieser Segen erspart bleibt. Wobei ich mich immer wieder wundere, wie manche Leute, die durchaus bewusst leben, auf die Idee kommen, bei amazon zu bestellen. Dazu gehören sogar Freunde von mir, die Betriebsräte sind.
polemix 03.03.2019
4. @2 Wie so oft
Wie so oft in den letzten Jahren wird man dann sehen, was andere schon viel früher viel besser hätten machen können. Nur nicht getan haben.
frenchie3 03.03.2019
5. @3 Warum bei Amazon bestellen?
Find ich nicht woanders, erheblich billiger, Zeitersparnis, Sprit sparen..... Also, mir reicht das locker als Argument
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