Übergriffe auf Flugbegleiter US-Airlines verbannen Alkohol aus ihren Kabinen

Zuletzt schlug eine Reisende einer Flugbegleiterin zwei Zähne aus: Wegen wiederholter Übergriffe bieten mehrere US-Fluggesellschaften keinen Alkohol mehr an. Für alle Passagiere gilt das aber nicht.
Flugzeug von American Airlines (Archivbild)

Flugzeug von American Airlines (Archivbild)

Foto: COOPER NEILL / AFP

Der letzte Angriff hatte erst vor etwas über einer Woche für Schlagzeilen gesorgt. In einem Flugzeug von Southwest Airlines griff eine Passagierin eine Flugbegleiterin an. Für die Reisende endete der Flug mit einem Besuch in Untersuchungshaft, für die Angestellte der Airline im Krankenhaus. Sie trug Verletzungen im Gesicht davon und verlor zwei Zähne.

Es ist bei Weitem kein Einzelfall. Laut CNN  gab es seit Jahresbeginn mehr als 2500 gemeldete Vorfälle von übergriffigem Verhalten oder verbalen Attacken durch Passagiere. Nicht selten ist Alkohol im Spiel. Als Reaktion verbannen mit American Airlines und Southwest Airlines zwei Fluggesellschaften alkoholische Getränke aus den meisten ihrer Kabinen.

»In der letzten Woche haben wir einige verstörende Situationen erlebt«, zitiert CNN einen Sprecher von American Airlines. Man werde solche Szenen nicht dulden.

Konkret hatte American Airlines den Ausschank von Alkohol schon vor einer Weile mit Verweis auf die Covid-Regeln ausgesetzt. Eigentlich sollte aber zum 1. Juni wieder damit begonnen werden, doch dieser Termin wurde mit Blick auf den jüngsten Vorfall gestrichen. Allerdings sind Passagiere der ersten Klasse und der Business Class vom Alkoholverbot ausgenommen. Southwest hatte den Ausschank nach dem Angriff auf die Flugbegleiterin auf unbestimmte Zeit eingestellt.

Erst wurde beschimpft, dann geschlagen

Andere große Fluggesellschaften in den Vereinigten Staaten wie Delta oder United bieten ihren Gästen weiterhin alkoholische Getränke an.

Bei dem Vorfall vom vergangenen Wochenende hatte die Reisende die Aufforderungen des Kabinenpersonals, sich anzuschnallen und die Rückenlehne gerade zu stellen, ignoriert. Nach der Landung in San Diego beschimpfte sie zunächst eine Flugbegleiterin und schlug ihr dann ins Gesicht. Der Frau droht nun eine Anklage wegen Körperverletzung. Von Flügen mit Southwest ist sie auf Lebenszeit ausgesperrt.

jok
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