Angebot erfolgreich Deutsche Bank übernimmt Postbank-Mehrheit

Die Postbank wird noch in diesem Jahr Teil des Imperiums der Deutschen Bank. Der Branchenprimus sicherte sich jetzt die Mehrheit an dem Institut mit rund 14 Millionen Privatkunden, wie die Bank am Freitag mitteilte.
Fahnen mit dem Logo der Postbank: Künftig Teil des Imperiums der Deutschen Bank

Fahnen mit dem Logo der Postbank: Künftig Teil des Imperiums der Deutschen Bank

Foto: Frank Rumpenhorst/ dpa

Frankfurt am Main/Bonn - Die Aktionäre haben das Angebot angenommen: Damit kann die Deutsche Bank   die Mehrheit an der Postbank   übernehmen und damit ihr Geschäft im Privatkundenbereich stärken. Der Bank seien mindestens 21,48 Prozent der Postbank-Anteile angeboten worden, teilte die Deutsche Bank am Freitag in Frankfurt mit. Zuvor besaß der Dax-Konzern bereits 29,95 Prozent des Bonner Instituts.

Mindestens 70 Prozent der freien Postbank-Aktionäre nahmen das seit 7. Oktober laufende Übernahmeangebot an. Bis zur Freigabe der Transaktion durch US-Kartellwächter wird die Deutsche Bank zunächst nur 49,95 Prozent der Postbank halten. Ihr Ziel, die Postbank noch in diesem Jahr in den Konzern einzugliedern, erreicht die Deutsche Bank jedoch.

Die Deutsche Bank hatte Postbank-Aktionären im Rahmen des Übernahmeangebots 25 Euro je Anteilsschein ausgelobt. Die Offerte galt bis zum vergangenen Mittwoch. Vor dem Angebot war die Deutsche Post mit knapp 40 Prozent größter Einzelaktionär der Postbank.

Die Übernahme lässt sich die Deutsche Bank Milliarden kosten: Der Löwenanteil einer Kapitalerhöhung aus diesem Herbst, bei der die größte deutsche Bank die Rekordsumme von 10,2 Milliarden Euro einsammelte, dient zur Finanzierung des Postbank-Deals. Auf fast acht Milliarden Euro hatte Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann Mitte September den Kapitalbedarf für die Postbank-Übernahme beziffert.

Mit Hilfe der Postbank will sich die Deutsche Bank unabhängiger vom schwankungsanfälligen Kapitalmarktgeschäft machen, das in der jüngsten Finanzkrise vielen Großbanken herbe Verluste bescherte.

mik/dpa-AFX
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