Apobank
Attacke auf Konten von Ärzten und Apothekern
Die Apobank ist von zahlreichen Phishing-Attacken betroffen und schränkt deshalb das Online-Banking für ihre Kunden ein. Die haben nun Probleme, ihre Mitarbeiter zu bezahlen.
Die genossenschaftliche Apotheker- und Ärztebank (Apobank) hat mit einer größeren Zahl von Angriffsversuchen auf Konten ihrer Kunden zu kämpfen.
Nach Angaben der Bank gab es etwa eine gefälschte Webseite, die so aussah wie das echte Onlinebanking des Instituts. Manche Kunden gaben dort arglos ihre Zugangsdaten ein, ohne zu prüfen, ob es sich tatsächlich um eine Präsenz der Apobank handelt.
Als Reaktion auf die hohe Zahl an Vorfällen hat die Apobank das Online-Banking eingeschränkt und erlaubt derzeit nur noch Überweisung mit einem limitierten Tagesbetrag. Höhere Zahlungen können nur über die Hotline angewiesen werden.
Probleme mit den Gehältern
Das führt zu teils massiven Wartezeiten und Kundenfrust. Bei der Apobank dürfen ausschließlich Ärzte und Apotheker ein Konto eröffnen. Viele von ihnen nutzen ihr Konto dort für die Überweisung von Löhnen und Gehältern und sind daher auf hohe Limits angewiesen.
Phishing ist nach wie vor ein weit verbreitetes Phänomen. Oft wird mittels einer Mail von Kriminellen das Betriebssystem des Bankkunden mit einem Trojaner infiziert. Experten empfehlen, direkt die Adressen von Banken anzusteuern und diese nicht über Suchmaschinen aufzurufen oder gar über einen Link aus einer E-Mail zu öffnen. Auch sollten Kunden darauf achten, dass im Browser vor der Adresse "https" statt nur "http" steht, was eine verschlüsselte Verbindung zur Webseite bedeutet.