Medienbericht BMW und Daimler lassen Apple mit iCar abblitzen

Apple erleidet bei seiner Expansion in den Automarkt offenbar einen Rückschlag. Laut "Handelsblatt" lehnen sowohl BMW als auch Daimler eine Partnerschaft mit dem IT-Riesen ab.
BMW-Zentrale in München

BMW-Zentrale in München

Foto: CHRISTOF STACHE/ AFP

Der US-Konzern Apple   ist offenbar mit seinem Versuch gescheitert, gemeinsam mit BMW   oder Daimler   ein Auto zu bauen. Entsprechende Verhandlungen seien beendet, berichtet das "Handelsblatt"  unter Berufung auf Industriekreise. Nun sucht Apple nach neuen Partnern für den Bau eines iCar. Als Favorit für eine Auftragsfertigung gilt der kanadisch-österreichische Zulieferkonzern Magna   .

Die Gespräche mit BMW über eine Zusammenarbeit seien im vergangenen Jahr gescheitert, zuletzt habe dann auch Daimler-Chef Dieter Zetsche die Verhandlungen mit Apple beendet, berichtet die Zeitung. Geplant gewesen sei jeweils ein hoch vernetztes Elektroauto mit der Fähigkeit zum teilautonomen Fahren.

Neben der Frage nach der industriellen Führung des Projektes sei die Frage der Datenhoheit ein Knackpunkt der Gespräche gewesen, schreibt das "Handelsblatt". Während Apple das Auto ganz eng in seine iCloud einbinden wolle, hätten die Deutschen den Datenschutz ihrer Kunden zum Eckpunkt ihrer zukünftigen Strategie machen wollen.

Daimler, BMW, Apple und Magna wollten den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren.

Apple wolle nun vor allem deutsche Technik und deutsche Spezialisten für das Projekt gewinnen, heißt es in dem Bericht. Demnach suchen die Amerikaner nach Zulieferern für Leichtbau und Sensortechnik. Zudem betreibt Apple ein Büro in Berlin, das unter anderem auf der Suche nach deutschen Spezialisten ist.

ssu