Medienbericht BMW und Daimler lassen Apple mit iCar abblitzen

Apple erleidet bei seiner Expansion in den Automarkt offenbar einen Rückschlag. Laut "Handelsblatt" lehnen sowohl BMW als auch Daimler eine Partnerschaft mit dem IT-Riesen ab.

BMW-Zentrale in München
AFP

BMW-Zentrale in München


Der US-Konzern Apple Chart zeigen ist offenbar mit seinem Versuch gescheitert, gemeinsam mit BMW Chart zeigen oder Daimler Chart zeigen ein Auto zu bauen. Entsprechende Verhandlungen seien beendet, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Industriekreise. Nun sucht Apple nach neuen Partnern für den Bau eines iCar. Als Favorit für eine Auftragsfertigung gilt der kanadisch-österreichische Zulieferkonzern Magna Chart zeigen .

Die Gespräche mit BMW über eine Zusammenarbeit seien im vergangenen Jahr gescheitert, zuletzt habe dann auch Daimler-Chef Dieter Zetsche die Verhandlungen mit Apple beendet, berichtet die Zeitung. Geplant gewesen sei jeweils ein hoch vernetztes Elektroauto mit der Fähigkeit zum teilautonomen Fahren.

Neben der Frage nach der industriellen Führung des Projektes sei die Frage der Datenhoheit ein Knackpunkt der Gespräche gewesen, schreibt das "Handelsblatt". Während Apple das Auto ganz eng in seine iCloud einbinden wolle, hätten die Deutschen den Datenschutz ihrer Kunden zum Eckpunkt ihrer zukünftigen Strategie machen wollen.

Daimler, BMW, Apple und Magna wollten den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren.

Apple wolle nun vor allem deutsche Technik und deutsche Spezialisten für das Projekt gewinnen, heißt es in dem Bericht. Demnach suchen die Amerikaner nach Zulieferern für Leichtbau und Sensortechnik. Zudem betreibt Apple ein Büro in Berlin, das unter anderem auf der Suche nach deutschen Spezialisten ist.

ssu

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insgesamt 301 Beiträge
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Hokuspokus 21.04.2016
1. Böser Fehler
Irgend eine aufstrebende Marke wird es tun. Die deutschen Hersteller bleiben irgendwann mal auf ihrem Verbrennungsmotorkonzept sitzen wie die Engländer auf der Dampfmaschine.E-Autos sind billiger und werden ein Fortbewegungsmittel für die globalen Massen. Es wiederholt sich das, was in der Elektronik und der It bereits erfolgt ist. Keine ernsthaften deutschen Hersteller mehr, weil man den Kunden ewig mit Hochpreisprodukten melken wollte. Alles ab nach Asien und den USA.
CommonSense2006 21.04.2016
2.
Find ich gut, dass die deutschen Autobauer aus diesen gründen nicht mit Apple zusammenarbeiten wollen. An deren Stelle würde ich auch das große Know-How, das sie durch Jahrzehnte an F&E aufgebaut haben, nicht so billig hergeben. Und ich vermute, dass diese Hersteller sich auch ihre Gedanken um teilautonomes und vernetztes Fahren machen. Als Kunde würde ich, vor die Wahl gestellt, eher ein Fahrzeug von BMW oder Mercedes kaufen als von Apple. bei letzterem wüßte ich ja von vornherein, dass es als Life-Style-Produkt völlig überteuert wäre.
reinerotto 21.04.2016
3. Ist ja klar.
Die "IT-Fachleute" von Daimler und BMW müssen ja sagen: Das können wir (auch). So ähnlich, wie das die DASA-Leute gesagt haben, als der A-400 ausgeschrieben wurde, und Antonov eine Zusammenarbeit anbot. Konsequenz: Heute chartert die Bunderwehr Antonovs und Iljushins,um Transporte nach Afghanistan durchzuführen. Ich habe selber an der Entwicklung von fahrerlosen Transportsystemen (mit über 250 Fahrzeugen, was sonst keiner konnte) gearbeitet, und weiß, daß es ein riesiger Unterschied ist, ob man das eine oder andere Fahrzeug steuern kann, oder einen "Schwarm". Denn das Know-How liegt dabei in den Steuerungsalgorithmen etc. Und nicht im Fahrzeugbau.
reflexxion 21.04.2016
4. ein kleiner Tipp: VW hat Kapazitäten frei
Apple sollte einfach die US-Umweltbehörde überreden Volkswagen zur Strafe Apple - Autos bauen zu lassen. Die haben doch bestimmt gute Beziehungen zu der Behörde.
markus_wienken 21.04.2016
5.
Das was hier angedacht wird ist sicher nichts für einen kurzfristigen Gewinn gedacht, mittel- und langfristig sehe ich hier aber durchaus Potential. Bedauerlich für die deutsche Autoindustrie, dass man sich nicht hat einigen können. Hier fehlt wohl leider der Mut mal etwas Neues zu versuchen (natürlich auch mit dem Risiko zu scheitern).
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