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08. August 2016, 16:59 Uhr

Angebliche Preisabsprachen beim iPhone

Russland eröffnet Verfahren gegen Apple

Die russische Kartellbehörde ermittelt gegen Apple und seine wichtigsten Vertriebspartner. Der Vorwurf: Preisabsprachen beim iPhone 6 und iPhone 6 Plus.

Russland hat ein Verfahren gegen Apple wegen angeblicher Preisabsprachen eröffnet. Die russische Kartellbehörde teilte mit, sie habe Ermittlungen aufgenommen. Diese sollen klären, ob der US-Konzern mit einer Reihe seiner russischen Vertriebspartner kolludiert habe, um im ganzen Land identische Preise für das iPhone 6 und das iPhone 6 Plus festzusetzen.

Das Verfahren betrifft unter anderem Apples russischen Ableger, ebenso wie 16 der wichtigsten russischen Vertriebspartner von Apple. Unter diesen seien auch Telekommunikationsunternehmen.

Laut der Kartellbehörde gehen die Ermittlungen auf die Beschwerde eines Verbrauchers zurück. Diesem war demnach aufgefallen, dass die Mehrheit der Vertriebspartner seit der Einführung der beiden Geräte Ende 2015 die Preise in den selben Zeiträumen auf demselben Niveau gehalten hätten.

"Dieses Zusammentreffen könnte das Ergebnis einer Koordination der Preise bei russischen Händlern durch die Apple-Gruppe sein", hieß es seitens der Behörde. Der angeblich nur empfohlene Verkaufspreis sei tatsächlich eine Vorgabe gewesen. Ein ähnliches Vorgehen sei auch bei anderen Apple-Telefonmodellen beobachtet worden. Von Apple in Russland gab es der Agentur Interfax zufolge zunächst keine Reaktion auf die Vorwürfe.

Im Jahr 2011 hatte es in Russland Ermittlungen wegen des Verdachts auf Preisabsprachen im Zusammenhang mit dem iPhone 4 gegeben. Damals verhängte die russische Kartellbehörde Geldstrafen gegen zwei Mobilfunkanbieter.

asa/Reuters/dpa

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