Kampf für bessere Bezahlung Mitarbeiter in US-Apple-Stores wollen Gewerkschaft gründen

Die Inflation erhöht den Druck: Offenbar wollen sich in den gewerkschafts-skeptischen USA nun Apple-Angestellte zusammentun und für höhere Gehälter kämpfen.
Apple-Store in New York (Archivbild): Mehr Gehalt?

Apple-Store in New York (Archivbild): Mehr Gehalt?

Foto: Lucas Jackson/ REUTERS

Apple ist der wertvollste Technologiekonzern der Welt – trotzdem gibt es in den USA bislang keine offiziell anerkannte Gewerkschaft für die Mitarbeiter des Konzerns. Doch laut einem Bericht der »Washington Post « könnte sich das ändern.

Dem Bericht zufolge planen Mitarbeiter in mindestens zwei amerikanischen Apple-Stores eine gewerkschaftliche Vertretung. Entsprechende Anträge sollen schon bald bei der zuständigen Behörde, dem National Labor Relations Board (NLRB), eingereicht werden. Die Beschäftigten sollen bei ihren Bemühungen von zwei großen nationalen Arbeitnehmerverbänden unterstützt werden. An weiteren sechs Standorten soll es ähnliche Bestrebungen geben. Insgesamt gibt es in den USA rund 270 Apple-Stores.

Hintergrund der Bestrebungen ist offenbar die Unzufriedenheit der Mitarbeiter mit der Vergütung. Während der Konzern Rekordgewinne meldet, soll sich das Lohnniveau der Mitarbeiter kaum verbessert haben. So soll der übliche Stundenlohn in den amerikanischen Apple-Stores zwischen 17 und 30 Dollar liegen, zudem erhalten die Mitarbeiter Aktienpakete. Die Gehaltsentwicklung soll aber nicht mit der Inflation schrittgehalten haben, die in den USA zuletzt den höchsten Stand seit 40 Jahren erreichte.

»Ich habe viele Kollegen, die ich liebe, und sie verdienen einfach nicht genug, um über die Runden zu kommen«, zitiert die Zeitung einen Arbeitnehmervertreter. »Sie leiden und haben zu kämpfen, dabei arbeiten wir für eine Firma, die über genügend Ressourcen verfügt, um sich um sie zu kümmern«. Der Konzern und das NLRB äußerten sich zunächst nicht zu dem Vorgang.

mic/Reuters