Motorola-Zoff Apple und Google beenden Patentstreit

Apple und das noch zu Google gehörende Unternehmen Motorola haben ihren jahrelangen Streit um Patentverletzungen beendet. Die gegenseitigen Klagen wurden beendet. Künftig wollen die Firmen sogar zusammenarbeiten - zumindest teilweise.
Smartphones von Apple und Motorola (Archivbild): Ein jahrelanger Streit ist beendet

Smartphones von Apple und Motorola (Archivbild): Ein jahrelanger Streit ist beendet

Foto: GEORGE FREY/ AFP

Hamburg - Im Patentkrieg der Mobilfunkbranche gibt es ein Zeichen der Entspannung: Apple und der noch zu Google gehörende Handy-Pionier Motorola haben ihren Streit beigelegt. Die gegenseitigen Klagen würden beendet, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Unternehmen. "Apple und Google haben zudem vereinbart, in einigen Bereichen zur Reform von Patenten künftig zusammenzuarbeiten", zitiert "Wired" aus der Mitteilung . Im Gegensatz zu ähnlichen Fällen gebe es allerdings kein Abkommen zur gegenseitigen Vergabe von Patentlizenzen.

Motorola   hatte 2010 gegen Apple geklagt und dem Unternehmen Patentverletzungen vorgeworfen. Der iPhone-Konzern konterte mit eigenen Vorwürfen. Experten zählen rund 20 Klagen in verschiedenen Ländern, darunter auch in Deutschland.

Als Google Motorola im Jahr 2011 übernahm, wurde damit auch der Internet-Konzern direkt in den Patentkrieg hineingezogen. Google   hatte die Übernahme für 12,5 Milliarden Dollar ausdrücklich mit dem riesigen Patent-Portfolio begründet: Motorola hatte das erste kommerziell vertriebene Mobiltelefon entwickelt, über die Jahrzehnte sammelten sich mehr als 17.000 Schutzrechte und Patentanträge an. Anfang des Jahres hatte Google angekündigt, Motorola an den chinesischen PC-Riesen Lenovo zu verkaufen.

aar/dpa/AFP/Reuters
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