Stellenindex auf Rekordhoch Firmen melden so viele freie Jobs wie nie

Monat für Monat nimmt die Zahl der freien Stellen in Deutschland zu, der BA-X-Index der Bundesagentur für Arbeit erreicht einen Rekord. Experten warnen jedoch vor Euphorie: 2017 könnte die Arbeitslosigkeit steigen.

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Deutsche Firmen haben derzeit so viele freie Stellen wie nie zuvor. Die Bundesagentur für Arbeit (BA), die sich dabei auf die aktuellen Stellenmeldungen beruft, führt die weiter steigende Nachfrage nach Arbeitskräften vor allem auf die stabile wirtschaftliche Lage in Deutschland zurück. Ein weiterer Grund sei, dass in den vergangenen Monaten viele Mitarbeiter für die Verwaltung und Betreuung von Flüchtlingen gesucht wurden.

Der Stellenindex BA-X der Bundesagentur für Arbeit kletterte im September mit 221 Punkten noch einmal zwei Zähler über den bisherigen Höchststand von August. Das Barometer wird seit 2005 erhoben. Die absolute Zahl der freien Stellen will die Bundesagentur am Donnerstag veröffentlichen, zusammen mit den September-Arbeitslosenzahlen.

Trendwende 2017?

Trotz der aktuell stabilen Arbeitsmarktlage sehen Volkswirte die weitere Entwicklung mit Vorsicht. So wird nach ihrer Einschätzung 2017 für den deutschen Arbeitsmarkt eher ein schwieriges Jahr. Angesichts der steigenden Zahl der stärker auf den Arbeitsmarkt drängenden Flüchtlinge und der Folgen des angekündigten Brexit sei ein Anstieg der Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt kaum zu verhindern, zu diesem Schluss kommen Volkswirte deutscher Großbanken.

Sie rechnen mit einer Zunahme der Arbeitslosenzahlen im Jahresdurchschnitt zwischen 30.000 und 150.000. Ihre Erwartungen stehen damit in Widerspruch zur jüngsten Arbeitsmarktprognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) von Mitte vergangener Woche. Das Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit geht für 2017 überraschend von einem Rückgang der Arbeitslosigkeit um 70.000 auf 2,62 Millionen Menschen aus.

beb/dpa



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