14 Jahre Job-Boom Zahl der Erwerbstätigen steigt auf 45,3 Millionen

Deutschlands Job-Boom hat sich 2019 fortgesetzt - und zwar das 14. Jahr in Folge. Trotz zuletzt stotternder Konjunktur hat die Zahl der Erwerbstätigen einen neuen Rekordwert erreicht.
Fertigung von Rotornaben für Hochleistungsturbinen der Generation Gamma beim Windkraftanlagenbauer Nordex in Rostock

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Foto: Bernd Wüstneck/ dpa

Deutschland hat gut zu tun: Im vergangenen Jahr sind so viele Menschen einer Erwerbstätigkeit nachgegangen wie noch nie seit der Wiedervereinigung. 45,3 Millionen Menschen waren entweder selbstständig oder Arbeitnehmer, wie das Statistische Bundesamt meldet. Mit 0,9 Prozent fiel das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr aber geringer aus als 2018, als die Rate noch bei 1,4 Prozent lag.

Der Anstieg der Beschäftigung hält bereits 14 Jahre an, wobei Zuwanderung und eine stärkere Erwerbsbeteiligung der Inländer die demografischen Effekte einer alternden Gesellschaft mehr als ausgeglichen haben. Eine Folge des Job-Booms ist der sich abzeichnende Fachkräftemangel. Einen aktuellen Hintergrundbericht zu dem Thema finden Sie hier: Die Ressource Arbeit droht zu versiegen.

Während die Zahl der in Deutschland tätigen Arbeitnehmer im Jahresdurchschnitt 2019 um 475.000 auf 41,1 Millionen wuchs, ging die Zahl der Selbstständigen und ihrer mithelfenden Familienangehörigen weiter zurück - um 1,7 Prozent auf 4,15 Millionen. Weniger Selbstständige hatte es zuletzt im Jahr 2003 gegeben, wie das Bundesamt mitteilte.

Das Meinungsforschungsinstitut Civey  arbeitet mit einem mehrstufigen voll automatisierten Verfahren. Alle repräsentativen Echtzeitumfragen werden in einem deutschlandweiten Netzwerk aus mehr als 20.000 Websites ausgespielt (»Riversampling«), es werden also nicht nur Nutzer des SPIEGEL befragt. Jeder kann online an den Befragungen teilnehmen und wird mit seinen Antworten im repräsentativen Ergebnis berücksichtigt, sofern er sich registriert hat. Aus diesen Nutzern zieht Civey eine quotierte Stichprobe, die sicherstellt, dass sie beispielsweise in den Merkmalen Alter, Geschlecht und Bevölkerungsdichte der Grundgesamtheit entspricht. In einem dritten Schritt werden die Ergebnisse schließlich nach weiteren soziodemografischen Faktoren und Wertehaltungen der Abstimmenden gewichtet, um Verzerrungen zu korrigieren und Manipulationen zu verhindern. Weitere Informationen hierzu finden Sie auch in den Civey FAQ .

beb/dpa