Aston-Martin-Chef "No-Deal-Brexit kotzt uns an"

Andy Palmer, Chef des Sportwagenbauers Aston Martin, hat sich mit drastischen Worten über einen drohenden Brexit ohne Deal geäußert. Man sei aber "so gut vorbereitet wie möglich".

DPA

Der Chef des britischen Sportwagenbauers Aston Martin, Andy Palmer, blickt mit Abscheu auf einen möglichen harten Brexit. Sein Unternehmen sei davon zwar nicht so stark betroffen wie andere Firmen, aber "es kotzt uns genauso an", sagte er bei einer Veranstaltung des britischen Autoherstellerverbands. Aston Martin sei "so gut vorbereitet wie möglich", sollte Großbritannien ohne Abkommen aus der EU ausscheiden.

Das Unternehmen könne steigende Preise besser auffangen, weil die Autos ein Luxusgut seien, sagte Palmer - die Kunden zahlten auch mehr für das Gewünschte. Aston Martin verkauft seine Autos außerdem in Pfund, sodass die Produkte des Autobauers bei einer fallenden Währung günstiger werden.

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Aston Martin: Der Dienstwagen von James Bond

Allerdings muss Aston Martin auch viele Teile importieren, und die meisten davon kämen aus der EU. "Diese Teile über Dover und Calais zu bekommen, macht uns schon Sorgen", sagte Palmer. Sein Unternehmen habe deshalb die Lager aufgestockt, die Lieferwege geändert und den Anteil britischer Teile auf 55 Prozent gesteigert.

Zuletzt hatte der Luxusautohersteller Aston Martin noch angekündigt, seine Produktion bis 2025 mehr als zu verdoppeln. Im Jahr 2025 will der britische Konzern demnach 14.000 Fahrzeuge fertigen.

Die Sportwagen von Aston Martin sind nicht zuletzt wegen der James-Bond-Filme berühmt geworden. Sie sind das bevorzugte Fortbewegungsmittel des Superagenten. 2017 verdiente das Unternehmen vor Steuern 87 Millionen Pfund, umgerechnet 98,4 Millionen Euro.

hej/AFP



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