Atom-Deal mit Iran Ölpreis fällt

Die Einigung mit Iran im Atomstreit hat Folgen für den Rohstoffmarkt. Der Ölpreis fällt den dritten Tag in Folge, da Händler mit einem Anstieg der iranischen Exporte rechnen.

Besucherin einer Messe der Ölbranche in Iran: Steigende Ausfuhren erwartet
DPA

Besucherin einer Messe der Ölbranche in Iran: Steigende Ausfuhren erwartet


Das Atomabkommen mit Iran steht. Der Deal mit der Regierung in Teheran macht sich bereits beim Ölpreis bemerkbar. Diese sind am Dienstag den dritten Handelstag in Folge gefallen. Die Aussicht auf höhere Ölexporte durch das wichtige Förderland Iran laste auf den Preisen, hieß es bei Händlern. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent Chart zeigen zur Lieferung im August kostete am Dienstagmorgen zunächst 57,31 Dollar. Nachdem die Einigung im Atomstreit verkündet wurde, fiel der Preis auf 56,70 Dollar. Das waren 1,15 Dollar weniger als am Vortag.

Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel nach der Einigung im Vergleich zum Vortag um 1,22 Dollar auf 50,99 Dollar.

Am Ölmarkt wird fest mit einem Anstieg der Ölexporte durch Iran gerechnet. Nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) ist der Ölmarkt bereits jetzt "massiv überversorgt" und es sei mit weiteren Preisrückgängen zu rechnen. Iran ist Mitglied der Organisation erdölexportierender Länder (Opec).

Nach Angaben von Diplomaten ist der Atomstreit zwischen Iran und dem Westen beigelegt. Die sieben beteiligten Staaten erzielten nach mehr als zweiwöchigen Verhandlungen in Wien eine Einigung. Das Abkommen soll sicherstellen, dass die Islamische Republik keine Nuklearwaffen baut, die Atomkraft aber weiterhin zivil nutzen kann. Iran verpflichtet sich, sein Atomprogramm drastisch zurückzufahren. Die Vereinbarung sieht auch vor, dass die Wirtschaftssanktionen des Westens gegen das Land schrittweise aufgehoben werden.

An den Verhandlungen in Wien mit Iran waren die fünf Uno-Vetomächte sowie Deutschland beteiligt.

mmq/dpa-AFX

insgesamt 5 Beiträge
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Seite 1
kampfgnom555 14.07.2015
1.
Da bei mir an der Tankstelle Sanstag 1.61 Cent für E10 verlangt wurde (nein ich habe nicht getankt), kann der Ölpreis garnicht genug fallen.
sandbaum30 14.07.2015
2.
Und wieso weiß der Ölpreis in Deutschland nie, dass er billig ist, sondern nur, dass Urlaubsreiseverkehr ist? Ist unser Ölpreis etwa wie die Loriot'sche Hausfrau und es stimmt etwas mit seinem Gefühl nicht?
keindogma 14.07.2015
3.
Zitat von sandbaum30Und wieso weiß der Ölpreis in Deutschland nie, dass er billig ist, sondern nur, dass Urlaubsreiseverkehr ist? Ist unser Ölpreis etwa wie die Loriot'sche Hausfrau und es stimmt etwas mit seinem Gefühl nicht?
Ich frage mich, ob es Menschen wie Sie irgendwann verstehen werden, dass der Benzinpreis nur zu einem Teil von dem Rohölpreis abhängt. Was ist mit Steuern, Herstellungskosten, und Eurokurs. Darüber hinaus sollten Sie mal etwas über den Markt Angebot und Nachfrage nachlesen. Tanken Sie halt nicht so viel in der Urlaubszeit.
sandbaum30 14.07.2015
4.
Und ich frage mich, wann Menschen wie Sie kapieren, dass Steuern eine feste Größe sind, die sich nicht über Nacht ändern, der Eurokurs seit Wochen konstant niedrig ist und Arbeitnehmer leider nicht mit den Schulferien konform frei feiern!
soxx 14.07.2015
5. an die
Tankstellen merk mal nicht. Wann dürfen Verbraucher davon profitieren?
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