Atomstrom für Deutschland Russen wollen Kabel in der Ostsee verlegen

Die geplante Ostseepipeline bekommt Konkurrenz: Ein russischer Konzern prüft die Lieferung von russischem Atomstrom durch die Ostsee nach Deutschland. Indirekt könnte auch Siemens an dem Vorhaben beteiligt werden.

Rohrlager in Sassnitz: Noch ist die Ostsee-Pipeline längst nicht gebaut
ddp

Rohrlager in Sassnitz: Noch ist die Ostsee-Pipeline längst nicht gebaut


Moskau - Es klingt nach einer Ostseepipeline 2.0: Das russische Stromunternehmen Inter RAO UES prüft die Lieferung von russischem Atomstrom durch eine Ostsee-Leitung nach Deutschland. Der Strom könne von einem geplanten Atomkraftwerk in der russischen Exklave Kaliningrad durch ein Kabel fließen, das an der künftigen Ostsee-Gaspipeline entlang laufen würde. Das sagte Vorstandsmitglied Dangiras Mikalajunas am Freitag nach Angaben der Agentur Interfax.

Für die nächste Zeit seien Verhandlungen mit Deutschland, Litauen und Estland über das Projekt geplant. "Die Entscheidung hängt von den Baukosten und von der Position der Partner ab", sagte Mikalajunas. Das Kabel soll eine Leistung von 600 bis 1000 Megawatt haben.

Russland hatte den Bau des Atomkraftwerks mit zwei Druckwasserreaktoren und einer Leistung von je 1200 Megawatt 2008 beschlossen. Der erste Reaktor dürfte 2015 ans Netz gehen. Inter RAO UES gehört zum russischen Konzern Rosatom. Siemens Chart zeigen will mit Rosatom ein Gemeinschaftsunternehmen gründen, das neue Atomkraftwerke bauen und bestehende Meiler modernisieren soll.

böl/dpa



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Frank und gerne Frei 08.07.2009
1.
Sinnvoll ist es, beides zu haben....
AndyH 08.07.2009
2.
Zitat von sysopDie Strombranche befindet sich im Umbruch. Können Wind und Sonne die konventionellen Energieträger ablösen? Oder bleibt Deutschland angewiesen auf Kohle und Atom?
Es gibt kein "Umbruch" nirgendwo. Jeder arbeitet mit dem was er hat. Es wird sich langfristig nichts ändern, ausser durch Staatsterror in Form von EEG. Deutschland hat die Braunkohle in Mengen wie Irak Öl. Es wäre hirnrissig jetzt eine Ideologie zu installieren, der dies entwertet. Solar und andere flächengebundene "regenerative" Energien sind vernachlässigbar, bis auf Wasser das ist aber ausgereizt.
kdshp 08.07.2009
3.
Zitat von sysopDie Strombranche befindet sich im Umbruch. Können Wind und Sonne die konventionellen Energieträger ablösen? Oder bleibt Deutschland angewiesen auf Kohle und Atom?
Hallo, was für eine frage ! Natürlich sonnenstrom und das wird kommen zwar arbeiten die lobbys und politiker noch stark dagegen aber er wird kommen. Ich schaue auch schon was eine solarstromalange für mein haus kostet bzw. ich spare schon dafür und werde mir zu 100% eien holen. Hier hätte die regierung auch was machen sollen ähnlich wie diese abwrackprämie so eien art 100.000 dächer solar programm. man was hätten wir an energie gespart und auch an co2. Atomstrom war gestern !
LumpY 08.07.2009
4.
Zitat von AndyHEs gibt kein "Umbruch" nirgendwo. Jeder arbeitet mit dem was er hat. Es wird sich langfristig nichts ändern, ausser durch Staatsterror in Form von EEG. Deutschland hat die Braunkohle in Mengen wie Irak Öl. Es wäre hirnrissig jetzt eine Ideologie zu installieren, der dies entwertet. Solar und andere flächengebundene "regenerative" Energien sind vernachlässigbar, bis auf Wasser das ist aber ausgereizt.
Sie kennen aber schon die Klimastudien des IPCC? Die Braunkohle nicht entwerten!? hallo? das ist weder der Umwelt noch unseren Nachfahren gegenüber zu Verantworten auf solch eine Energiegewinnung zu setzten.
AndyH 08.07.2009
5.
Zitat von LumpYSie kennen aber schon die Klimastudien des IPCC? Die Braunkohle nicht entwerten!? hallo? das ist weder der Umwelt noch unseren Nachfahren gegenüber zu Verantworten auf solch eine Energiegewinnung zu setzten.
Interessiert defacto keinem, ausser als Möglichkeit die Luft zu besteuern. Unser nachfahren wird nicht dadurch geholfen, dass wir das Land deindustrialisieren bis aussieht wie Michigan.
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