Bevorstehender Wechsel Audi-Chef Schot wird VW-Konzern wohl komplett verlassen

Bram Schot soll nicht nur die Führungsspitze bei Audi verlassen. Nach SPIEGEL-Informationen wird der Automanager sich wohl auch aus dem VW-Vorstand zurückziehen.

Audi-Chef Bram Schot: Sein Verhältnis zu VW-Chef Herbert Diess gilt als unterkühlt
Armin Weigel / DPA

Audi-Chef Bram Schot: Sein Verhältnis zu VW-Chef Herbert Diess gilt als unterkühlt

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Audi-Chef Bram Schot wird den VW-Konzern voraussichtlich komplett verlassen. Das hat der SPIEGEL aus Kreisen des Aufsichtsrats erfahren. Audi will die Informationen nicht kommentieren.

Bereits vergangene Woche hatte der SPIEGEL berichtet, dass der VW-Aufsichtsrat am Freitag einen Chefwechsel bei Audi diskutieren will. Als Nachfolger für Schot ist schon seit längerer Zeit der frühere BMW-Vorstand Markus Duesmann vorgesehen. Er soll den Chefposten bei Audi Anfang April 2020 übernehmen.

Bisher war noch unklar, ob Schot trotz seines Rückzugs bei Audi noch im Vorstand des Mutterkonzerns Volkswagen verbleiben würde. Dort verantwortet er derzeit den weltweiten Vertrieb. Angedacht war, dass Schot zusätzlich die Zuständigkeit für das China-Geschäft übernehmen könnte. Doch diese Option habe sich mittlerweile zerschlagen, heißt es.

Konkrete Gründe wurden nicht genannt. Aus Schots Umfeld war zuletzt aber verlautet, der Audi-Manager habe Angebote anderer Unternehmen. Außerdem gilt sein Verhältnis zu Konzernchef Herbert Diess als unterkühlt. Allerdings werde Schot das Unternehmen im besten Einvernehmen verlassen, sagt ein Insider.



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MiBo 13.11.2019
1. Einen ehemaligen, erfolgreichen BMW Vorstand
ohne Anpassung von VW an die "BMW- Kultur" zu importieren, wird wohl kaum helfen. Das ist wie der Wechsel eines in der echten Privatindustruie erfolgreichen Top- Managers in einen "Volkseigenen Betrieb". Man wird danach sagen: das war ein großes Missverständnis. Mal gespannt, wieviel VW/ AUDI- Werke wirklich in Deutschland als Fertigungsstätten mittelfristig erhalten bleiben. Ähnliche Probleme hat Mercedes, aber aus anderen Gründen: kein "Anker- shareholder" mit klarer Strategie.., d.h. das Management konnte jahrelang herumspielen, das Ergebnis ist aktuell leider deutlich sichtbar. Am Ende wird wohl nur BMW erhalten bleiben, jedenfalls wenn es bei der Familie Quandt bleibt.
quintilius01 13.11.2019
2. @MiBo
"Einen ehemaligen, erfolgreichen BMW Vorstand ohne Anpassung von VW an die "BMW- Kultur" zu importieren, wird wohl kaum helfen." Das ist schlicht Unsinn. Der VW Vorstandsvorsitzende Diess war 25 Jahre ein erfolgreicher BMW Manager und arbeitet seit fünf Jahren im VW-Konzern. Und nicht gerade erfolglos. Woher haben Sie Ihre Weisheit? So sie nicht einer blühenden Fantasie entspringt ....
Peter_der_Grosse 13.11.2019
3. Brennstoffzelle auf Eis ?
Die Auswechselung von Bram Schot scheint nur konsequent. Vielleicht wird ja nun auch die weitere Verfolgung des ineffizienten, teuren und dadurch die Klimawende verzögernden Wasserstoffantriebes (FCell/Brennstoffzelle) auf Eis gelegt.
upalatus 13.11.2019
4.
Schot war von Anfang an ein Notnagel, mit sehr solider Herkunft und Ansichten. Ist zu bezweifeln, dass er dem Ingolstädter Intrigantenstadl ungern den Rücken kehrt. Vielleicht taucht er bei Tesla wieder auf.
Spiegelpfau 13.11.2019
5. MiBo-Nonsense
"Das ist wie der Wechsel eines in der echten Privatindustruie erfolgreichen Top- Managers in einen "Volkseigenen Betrieb"". Pfeift da jemand im dunklen Keller? "Echte Privatindustrie"?? Microsoft, Google und Apple sind also Staatsbehörden, weil sie groß und erfolgreich sind? Elegante Logik! Der Neid auf erfolgreiche Großunternehmen quillt aus allen Poren. Dass jetzt die im Dritten Reich wohl durch Zwangsarbeiter zu Wohlstand gekommenen BMW-Eigner ein Vorbild sein sollen, erschließt sich keinem normal denkenden Menschen.
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