Chipkrise Audi schickt mehr als zehntausend Mitarbeiter in Kurzarbeit

Die Engpässe bei Halbleitern sorgen beim Autohersteller Audi erneut für Kurzarbeit. In Ingolstadt stehen einzelne Produktionslinien bereits still, kommende Woche werden auch Bänder in Neckarsulm gestoppt.
Montage im Audi-Werk Ingolstadt (Juni 2020): Produktion steht wegen Chipmangel teilweise still

Montage im Audi-Werk Ingolstadt (Juni 2020): Produktion steht wegen Chipmangel teilweise still

Foto: Andreas Gebert / REUTERS

Wegen der Chipkrise muss Audi erneut die Produktion in Ingolstadt und Neckarsulm einschränken und mehr als zehntausend Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken. Voraussichtlich bis Ende Mai stehen im Stammwerk Ingolstadt bereits zwei Linien still, auf denen die Limousinen A3, A4 und A5 produziert werden.

Im württembergischen Neckarsulm werden kommende Woche die Bänder für mehrere Modelle gestoppt. Wie es im Juni weitergehe, sei noch offen, sagte ein Sprecher. Wegen Engpässen bei Halbleitern musste Audi bereits in den vergangenen Monaten Schichten streichen und Kurzarbeit fahren.

Wegen fehlender Halbleiterchips haben auch andere Autohersteller wie Ford, VW oder Daimler Schichten absagen und die Fertigung drosseln müssen. Der Chiphersteller Intel hatte gewarnt, die Engpässe könnten mehrere Jahre andauern – auch weil Investitionen nicht sofort greifen.

Die Knappheit wurde unter anderem von der sprunghaft gestiegenen Nachfrage nach Technik wie Laptops in der Coronapandemie sowie Vorratskäufen chinesischer Konzerne wie Huawei angesichts von US-Sanktionen ausgelöst.

hba/dpa
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