Abgasskandal Audi soll 25.000 Autos zurückkaufen

Der Dieselskandal wird teuer für Audi: Die VW-Tochter muss in den USA voraussichtlich 25.000 Autos zurückkaufen. Insgesamt drohen nach Informationen von SPIEGEL ONLINE Kosten von weit über einer Milliarde Euro.

Audi Q7 (in Deutschland)
Audi

Audi Q7 (in Deutschland)


Am kommenden Montag muss Audi den US-Behörden einen Plan vorlegen, wie das Unternehmen 85.000 Modelle mit einem Drei-Liter-Dieselmotor so umrüstet, dass es die US-Grenzwerte für Stickoxide einhält. Nach den Vorgesprächen zeichnet sich ab, dass Audi bei 25.000 Modellen, die mit einem Sechs-Zylinder-Motor der ersten Generation ausgestattet sind, auch mit einer Nachrüstung die Abgasgrenzwerte nicht einhalten könnte. Diese Fahrzeuge, Geländewagen vom Typ Q7, soll Audi deshalb zurückkaufen.

Zu den Kosten für diesen Rückkauf und die Umrüstung der übrigen Modelle kommt noch eine Strafe der US-Behörden. Insgesamt rechnen Konzerninsider mit einer Belastung des Unternehmens von weit über einer Milliarde Euro.

Die Folgen des Dieselskandals sind in den vergangenen Monaten zunehmend zu einer Bedrohung für Audi geworden. Zuletzt hatte sich das Unternehmen von Technikvorstand Stefan Knirsch getrennt. Audi-Vorstandschef Rupert Stadler musste sich kritischen Fragen der mit der Aufklärung des Skandals befassten US-Kanzlei Jones Day stellen.

insgesamt 57 Beiträge
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el_lider_maximo 21.10.2016
1. Verbraucherschutz...
... die USA hat es.
Knackeule 21.10.2016
2. Das wird richtig teuer
Jetzt wird langsam absehbar, wie teuer die haarsträubenden Fehler des VW-/Audi-Managements wirklich werden. Tja, der Konzern-Entwicklungsvorstand hat ja diese Woche schon bei einer Betriebsversammlung angekündigt, dass deswegen die lieben Mitarbeiter mit deutlicher wöchentlicher Mehrarbeit (vermutlich ohne Lohnausgleich) rechnen müssen. An den Gehältern und Boni der Vorstände wird natürlich nicht gerüttelt, die sind unantastbar. Vorstands-Leistung muß sich eben in diesem Land lohnen, auch wenn sie noch so miserabel ist.
BlueMeister 21.10.2016
3. Yipppieeejajehhh!!!
Wer hierzulande schon alles so weiterlaufen bzw. -fahren kann wie bisher, dann knallt es eben bei den Freunden auf der anderen Seite des Teichs. Ich kann mich nur ständig wiederholen: Hoffentlich geht dieser kriminelle Konzern irgendwann den Bach runter. Die Marken einfach an andere Fahrzeughersteller versteigern, die Mitarbeiter zu günstigen Konditionen gleich mit verscherbeln. Dann wird vielleicht der deutsche Michel wach und versteht, wessen Autos er da fleißig immer weiter nachbestellt. Das Unternehmen dürfte es eigentlich schon lange nicht mehr geben. Hoffentlich deckt der Skandal auch noch weitere Machenschaften der Helfershelfer aus der Politik mit auf. Aber eine Krähe versucht ja bekanntlich der anderen ständig das Auge zu retten. Wenn ich das VW-Logo sehe, wird mir zumindest ständig ziemlich übel.
oberallgaeuer 21.10.2016
4. Glückliches Deutschland
Wir haben hier in Deutschland wenigstens Herrn Dobrindt, der verhindern wird, dass Audi auch in Deutschland Autos zurückkaufen muss. Er hat ja auch mit Erfolg BMW aus dem Skandal raushalten können. Ob das was damit zu tun hat, dass BMW bayrisch ist?
Tolotos 21.10.2016
5. In den USA scheinen die Regierenden auch das Volk zu vertreten!
In Deutschlands marktkonformer Demokratie werden der Betrug an den Käufern von einer Oligarchie aus Wirtschaftslobbyisten und käuflichen Politikern gedeckt! Plutokratie beschreibt diesen Zustand wohl erheblich besser!
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