Buschfeuer Brände lassen Tourismus in Australien einbrechen

Die Buschbrände in Australien töten Menschen, zerstören Ortschaften und verheeren ganze Landstriche. Auch ein wichtiger Wirtschaftszweig ist betroffen: Viele Touristen meiden die Region inzwischen.
Sydney am 6. Dezember in einer dichten Staubwolke: Bilder wie dieses schrecken viele Touristen ab - die Gästezahlen in der größten Stadt Australiens sind drastisch zurückgegangen

Sydney am 6. Dezember in einer dichten Staubwolke: Bilder wie dieses schrecken viele Touristen ab - die Gästezahlen in der größten Stadt Australiens sind drastisch zurückgegangen

Foto: John Mair/REUTERS

Die Menschen in Australiens Südosten bereiten sich auf ein bedrohliches Wochenende vor. Es sind starke Winde aus wechselnden Richtungen angesagt, zudem Temperaturen über 40 Grad - was die Buschfeuer unberechenbar und umso zerstörerischer werden lassen dürfte. Mindestens 20 Menschen sind in den vergangenen Monaten durch die Brände ums Leben gekommen, Hunderte Häuser sind zerstört.

Tausende Menschen sind derzeit im Urlaubsort Mallacoota an der Küste eingekesselt und müssen von der Marine mit Booten gerettet werden - Bewohner wie Touristen. In Sydney war die Luft im Dezember lange von dichtem Rauch erfüllt, den die Brände über die Metropole trieben.

Bilder und Nachrichten wie diese schaden auch einem wichtigen Wirtschaftszweig des Landes: Viele Touristen verzichten derzeit auf eine Reise nach Australien. Zwar liegen noch keine offiziellen Zahlen für das gesamte Land vor. Doch lassen Daten aus der Region um Sydney auf starke Einbußen schließen.

Der Hotellerieverband von Australien teilte mit, in Sydney seien die Gästezahlen im Dezember um zehn Prozent eingebrochen.

Im Video: Betroffene berichten über die Feuerfolgen

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"Die Feuer und der Rauch haben dem Ruf der Touristenmarke Sydney sehr geschadet", so Verbandschef Dean Long. Das dürfte die ohnehin schwächelnde Konjunktur Australiens weiter beeinträchtigen. Im Jahr 2019 sind die Löhne nur schwach gewachsen, der Binnenkonsum litt darunter.

fdi/Reuters