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24. Juli 2011, 18:51 Uhr

Autobranche

BMW und Hyundai könnten Daimler bald überholen

Volkswagen ist der leistungsstärkste Autobauer, Daimler liegt auf Platz zwei: Das geht aus einer aktuellen Studie hervor. Doch insbesondere der Konzern aus Schwaben darf sich nicht ausruhen - denn BMW und vor allem Hyundai könnten Daimler schon bald überholen.

Hamburg - In der Autobranche ist Dynamik eher in München und Südkorea zu finden als in Stuttgart: BMW und der koreanische Autobauer Hyundai stehen einer Studie zufolge kurz davor, Daimler in Sachen Leistungsstärke einzuholen. Das geht aus dem bisher unveröffentlichten Branchenvergleich "Automotive Performance 2011" hervor, aus dem das "Handelsblatt" zitiert. "Das Wachstumstempo von Hyundai und BMW ist enorm", sagte Studienleiter Stefan Bratzel, Chef des Center of Automotive Management (CAM) an der Fachhochschule in Bergisch Gladbach.

Die Untersuchung basiert auf dem Vergleich zum Jahr 2010 von elf Indikatoren wie Absatz, Rendite oder Innovationsstärke in der Autoindustrie. Demnach kann sich Daimler in Bratzels Studie zwar um elf Ränge vorarbeiten und landet auf Platz zwei hinter dem neuen Spitzenreiter Volkswagen.

Der Prognose zufolge könnten allerdings die Koreaner, dieses Mal auf Rang drei, im laufenden Geschäftsjahr Daimler als Zweitplatzierten ablösen. Schon jetzt sei der Abstand minimal. "Es sieht sehr danach aus, als würde Hyundai einen weiteren Wachstumsschub machen und selbst einen Premiumanbieter wie Daimler überholen", sagt Bratzel.

Der Münchner Rivale BMW - beim Autoabsatz längst vor Daimler, in Bratzels Studie auf Rang vier - könnte die Stuttgarter ebenfalls abhängen. "BMW hatte schon vor der Finanzkrise Probleme, besonders in den USA. Das Unternehmen hat sich früh restrukturiert und ist heute kompakt aufgestellt", sagte Branchenkenner Bratzel.

Über Jahrzehnte galt Daimler als Maßstab der Autowelt, schreibt das "Handelsblatt". Doch nun habe Volkswagen den japanischen Konkurrenten Toyota vom Spitzenplatz verdrängt. Toyota stürzte nach den Rückschlägen wegen Qualitätsproblemen vom Branchenthron ins Mittelfeld ab und landet auf Platz acht, wie die Zeitung berichtet. Den Angaben zufolge war das einstige Vorzeigeunternehmen aus Japan seit dem Start des Automotive-Performance-Vergleichs im Jahr 2004 noch nie schlechter platziert.

ulz/dpa/dapd

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