Gute Geschäftslage Autobauer geben weniger Rabatt

Ob beim Händler oder im Internet: Wegen der guten Konjunktur fahren Autohersteller ihre Rabatte zurück. Neuwagenkäufer müssen sich laut einer Studie darauf einstellen: "Die Zeit der ganz großen Schnäppchen ist vorbei".

Autohändler in Neuss (Archivbild): Zeit der ganz großen Schnäppchen ist vorbei
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Autohändler in Neuss (Archivbild): Zeit der ganz großen Schnäppchen ist vorbei


Weil die Konjunktur anzieht, haben Autobauer einer Studie zufolge ihre Rabatte in Deutschland reduziert. Im April sei sowohl die Zahl der bundesweit angebotenen Sonderaktionen gesunken als auch das Rabattniveau der Internetvermittler bei den 30 meistverkauften Neuwagen, teilte das CAR-Institut an der Universität Duisburg-Essen mit.

Beim Kauf via Internetvermittler sei der durchschnittliche Preisnachlass auf 17,8 Prozent und damit auf den niedrigsten Wert seit 26 Monaten gesunken. Auch der Anteil der Eigenzulassungen sei leicht zurückgegangen, sagte CAR-Leiter Ferdinand Dudenhöffer: "Die gute Gesamtkonjunktur ermöglicht den Autobauern, ihre teuren Verkaufsfördermaßnahmen einzuschränken."

Besonders Audi Chart zeigen und Volkswagen Chart zeigen hätten ihre Händlerprämienprogramme zurückgenommen, heißt es in der Studie. So seien der VW Golf, Polo,Tiguan, up und Touran lediglich mit zwischen 12 Prozent und 14 Prozent Rabatt bei den großen Internetvermittlern im Angebot. Noch im März hätten diese die Basisvariante des Golf dagegen mit 20,3 Prozent Nachlass angeboten. Neuwagenkäufer müssen sich laut CAR "langsam darauf einstellen, dass die Zeit der ganz großen Schnäppchen erst mal vorüber ist".

Dennoch gebe es im Internet weiter Prämienprogramme. So seien bei Seat die Rabatte auf Ibiza und Leon zwar leicht rückläufig, aber mit rund 27 Prozent weiterhin "erstaunlich hoch". Vergleichsweise hoch seien auch die Nachlässe auf den Mitsubishi Chart zeigen Space Star (28 Prozent), den Ford Chart zeigen Focus (27 Prozent), Ford Fiesta (24,6 Prozent) und Opel Corsa (23,6 Prozent).

dab/dpa



insgesamt 24 Beiträge
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anders_denker 04.05.2015
1. Mit Ibiza und Leon
hab ich dann doch wieder einen Polo (bzw beim Leon einen Golf oder A3) nur in schön aber mit bewährter Wolfsburger Konzernware unterm Blech.
AndreHa 04.05.2015
2.
Uff. Gerade noch mal Glück gehabt. Seit letzter Woche sitze ich in meinem Neuwagen mit 30% Nachlass. :-D
doktorfeinfinger 04.05.2015
3. naja, das Pfeifen im Walde
So wie der Präsident Bauernverbandes alljährlich steigende Preise prophezeit, möchte auch die Autoindustrie Verbraucher auf sicnkende Rabatte einstimmen. Ob ausgerechnet VW & Co. dies auch mittelfristig in den aktuellen Chaostagen durchsetzen können möchte ich mal stark bezweifeln. Es gibt zu starke Konkurrenz.
tangarra 04.05.2015
4. Warum nicht so preiswert wie in USA?
Bei jedem meiner USA-Aufenthalte muss ich feststellen, dass es auch in USA gute Autos gibt, die sich von den in Deutschland angebotenen durch irgendetwas unterscheiden, was ich während des Gebrauchs zwar nicht heruagefunden habe, aber offensichtlich die großen Preisunterschiede rechtfertigt. Der letzte Leihwagen jetzt im April war ein Nissan Note, der hinten erfreulich viel Platz hatte aber deshalb einen etwas kleineren Kofferraum. Er hatte eine 4-Gang-Automatik und einen 1,6 Liter Motor und hat auf 3700 km sich mit 5,5 Liter/100 km zufrieden gegeben - übrigens bei zügiger Fahrweise. Kostet in USA 15.600$. Meine Begeisterung führte mich zum deutschen Nissan Händler: Mindestens 20.000 Euro und dann auch noch nur eine kleine Maschine mit 1,2 Liter. Was um aller Welt rechtfertigt den Preisunterschied? Kann mir mal jemand die Welt erklären?
keyghobad 04.05.2015
5. Ursache und Wirkung
Ich lebe in Spanien und jedes Frühjahr wird vorhergesagt, daß die Immobilienpreise diesmal aber ganz bestimmt und mit Sicherheit steigen werden. Die Angebotspreise steigen dann prompt - mehr verkauft wurde bisher aber noch nie. Zum Herbst wurde dann bisher immer wieder ein noch niedrigeres Preisniveau als vorher erreicht. Wird bei VW wohl genauso sein.
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