Autoindustrie China will ausländische Hersteller zurückdrängen

China will ausländische Investitionen in die Autoindustrie nicht länger fördern - und so heimische Konzerne schützen. Auf dem weltweit wichtigsten Wachstumsmarkt droht deutschen Herstellern nun eine Flaute. Aktien von Daimler und BMW verlieren an Wert.

Hamburg - Deutschlands Autobauer müssen ein Ende des China-Booms fürchten: Die Regierung in Peking will die Aktivitäten ausländischer Fahrzeughersteller im Land zurückdrängen. Man wolle eine "gesunde Entwicklung" des Markts ermöglichen, teilte Peking mit. Zuvor hatte die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, die Regierung wolle "ausländischem Kapital in der Autoindustrie" die "Unterstützung entziehen".

China ist der weltweit größte Markt für Personenwagen, in dem auch führende Autohersteller wie Volkswagen, General Motors und Honda tätig sind. Es ist für die Deutschen der mit Abstand wichtigste Wachstumsmarkt. Nun droht durch die Intervention des Staats eine Flaute.

Ohnehin ging der Absatz von Fahrzeugen in China 2011 merklich zurück. Bislang leiden darunter vor allem chinesische Hersteller. Laut "Financial Times Deutschland" stehen bei ihnen derzeit rund 900.000 Autos auf Halde. Nun müssen wohl auch die Deutschen Abstriche machen.

Das sind schlechte Aussichten - die auch die Börse belasten. Am letzten Handelstag des Jahres zählten die Aktien der Automobilunternehmen zu den schwächsten Werten. Papiere von Daimler   und BMW   lagen deutlich im Minus.

ssu/AFP/dpa-AFX
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