AWD-Gründer Maschmeyer steigt ins Fahrradgeschäft ein

Bekannt wurde er als Gründer und langjähriger Chef des Finanzdienstleisters AWD - jetzt steigt Carsten Maschmeyer in eine völlig neue Branche ein: Der umstrittene Unternehmer hat knapp 30 Prozent des ostdeutschen Fahrradherstellers Mifa erworben.

Maschmeyer mit Lebensgefährtin Veronica Ferres: Langfristiges Engagement
dapd

Maschmeyer mit Lebensgefährtin Veronica Ferres: Langfristiges Engagement


Frankfurt am Main - Nach seinem Abgang beim Finanzdienstleister AWD versuchte sich Carsten Maschmeyer in zahlreichen anderen Bereichen - unter anderem investierte er in eine Pharmafirma und eine Bildungsseite im Internet. Jetzt kommt eine weitere Branche hinzu: die Produktion von Fahrrädern. Maschmeyer habe knapp 29 Prozent der Anteile der Mitteldeutschen Fahrradwerke (Mifa) erworben, teilte das Unternehmen mit.

Das Aktienpaket ist beim derzeitigen Börsenkurs etwa zwölf Millionen Euro wert. Verkäufer ist einer mit der Situation vertrauten Person zufolge der Unternehmer Michael Lehmann. Dieser hatte 1996 den seinerzeit angeschlagenen Fahrradhersteller zusammen mit dem derzeitigen Mifa-Vorstandschef Peter Wicht übernommen. Das Unternehmen wollte sich dazu nicht äußern.

Maschmeyer, der mit der Schauspielerin Veronica Ferres liiert ist, plant nach eigenen Aussagen ein langfristiges Engagement bei dem Fahrradbauer: "Die Bereiche Gesundheit, Fitness werden zukünftig stark wachsen", ließ er verlauten.

Bekannt ist der Unternehmer vor allem für die Finanzvertriebsfirma AWD, die er Ende der achtziger Jahre gegründet und bis 2009 als Co-Chef geleitet hatte. Maschmeyer ist umstritten, da zahlreiche Kleinanleger AWD Falschberatung vorwerfen - diesbezügliche Berichte hat der Unternehmer stets zurückgewiesen.

fdi/Reuters



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