Finanzskandal Bafin geht gegen Wirtschaftsprüfer von Greensill vor

Die Firma Ebner Stolz bekommt Ärger wegen des Skandals um die Greensill Bank. Die Finanzaufsicht Bafin wirft ihr vor, Bilanzen des inzwischen geschlossenen Instituts nicht korrekt geprüft zu haben.
Logo der Greensill Bank

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Foto: FOCKE STRANGMANN / EPA

Die Finanzaufsicht Bafin geht gegen die Wirtschaftsprüfer der Bremer Greensill Bank vor. Die Bafin habe die Stuttgarter Prüfungsgesellschaft Ebner Stolz bei der Aufsichtskommission Apas angezeigt, berichten die »Wirtschaftswoche« und die Nachrichtenagentur Reuters übereinstimmend. Die Bafin habe Zweifel daran, dass die Bilanzprüfung der Greensill Bank korrekt gelaufen sei.

Ebner Stolz wollte sich nicht zu dem Vorgang äußern, will aber mit den Behörden kooperieren. Die Bafin nahm ebenfalls nicht Stellung. Bei der Apas war zunächst niemand zu erreichen.

Die Bafin hat die Greensill Bank vergangene Woche wegen drohender Überschuldung geschlossen. Das Institut ist abhängig von der britisch-australischen Finanzgesellschaft Greensill Capital, die in die Insolvenz gerutscht ist. Über die Banktochter in Bremen hat die Gesellschaft in den vergangenen Jahren Milliardengelder von Sparern eingeworben, mit denen Geschäfte in der Lieferkettenfinanzierung abgesichert wurden.

Die Bafin steht wegen des Vorfalls stark in der Kritik. Ihr wird vorgeworfen, Hinweisen auf problematische Vorgänge bei der Greensill Bank zu spät nachgegangen zu sein.

ssu/Reuters

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