Gewalt Bahn-Mitarbeiter klagen über zunehmende Angriffe

Vom Schubser bis zum losgelassenen Schäferhund: So häufig wie nie zuvor wurden Bahn-Mitarbeiter im vergangenen Jahr Opfer gewalttätiger Übergriffe. Der Vorstand ist alarmiert.

Zugbegleiter in Frankfurt: "Unsere Kollegen sind kein Freiwild"
DPA

Zugbegleiter in Frankfurt: "Unsere Kollegen sind kein Freiwild"


Berlin - Im vergangenen Jahr wurden Zugbegleiter und Sicherheitsleute der Deutschen Bahn so häufig Opfer von Körperverletzungen wie nie zuvor. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf den neuesten Sicherheitsbericht des Konzerns. 1199-mal wurden Bahn-Angestellte demnach Opfer von Körperverletzungen, im Vorjahr waren es noch rund 200 Fälle weniger gewesen.

Die Vorfälle reichten von Bespucken über Schubsen bis hin zu echten Handgreiflichkeiten. Kürzlich habe ein Mann am Kölner Hauptbahnhof einen Schäferhund auf eine Mitarbeiterin der DB Sicherheit gehetzt, heißt es in dem Bericht. Der Bahn-Vorstand sei alarmiert.

"Unsere Kollegen sind kein Freiwild", sagte Gerd Becht, der im Konzernvorstand für das Thema Sicherheit zuständig ist. "Wir dulden keine Gewalt." Die Bahn suche jetzt "mit den Gewerkschaften den Schulterschluss, um das Problem in den Griff zu kriegen".

dab/dpa



insgesamt 106 Beiträge
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Seite 1
zorngibel 07.04.2014
1.
Wie wollen die Gewerkschaften das Problem der zunehmenden sozialen / gesellschaftlichen Verrohung in den Griff bekommen?
deepforces 07.04.2014
2.
Die Fahrgäste vergessen leider, dass der einfache Mitarbeiter nichts für die Fehlplanungen des Konzerns kann. Aber er steht halt an der "Front" und die Verantwortlichen sitzen schön geschützt in ihren Büros.
Keschmi 07.04.2014
3.
Man könnte auch fairer mit den Kunden umgehen, aber über diese Lösung hat noch niemand nachgedacht. Noch ein Grund die Fahrkartenpreise zu erhöhen. Vor 4 Jahren zahlte man noch 3€ Strafe, wenn man in einem ICE eine Karte kaufen wollte, heute sind es 9€...
noelkenproettel 07.04.2014
4.
Steigende bereitschaft zur Gewalt und abnehmende Hemmungen diese anzuwenden ,ist doch ein Problem was in der gesamten Geselschaft zu beobachten ist. Wie man dieses problem eindämmen kann? Wirklich kein Plan, nur da muss etwas dran getan werden denke ich.
dani216 07.04.2014
5. Daran wird sich vermutlich leider
Zitat von sysopDPAVom Schubser bis zum losgelassenen Schäferhund: So häufig wie nie zuvor wurden Bahn-Mitarbeiter im vergangenen Jahr Opfer gewalttätiger Übergriffe. Der Vorstand ist alarmiert. http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/bahn-mitarbeiter-klagen-ueber-angriffe-a-962909.html
erst dann etwas ändern, wenn die Täter ernsthafte Strafen zu befürchten haben. Solange die Täter ausser maximal einer Verwarnung, die sie sowieso nicht ernst nehmen ('die können mir sowieso nichts') keine ernsthaften Folgen zu spüren bekommen, wird sich daran wohl auch nichts ändern.
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