Lokführer-Streik Bahn-Chef Grube schlägt Platzeck als Vermittler vor

Die Lokführer streiken, unzählige Züge stehen still: Jetzt soll der frühere Ministerpräsident Brandenburgs, Matthias Platzeck, im Streit der Bahn mit der GDL vermitteln. Das fordert Konzernchef Rüdiger Grube.
Lokführer-Streik: Bahn-Chef Grube schlägt Platzeck als Vermittler vor

Lokführer-Streik: Bahn-Chef Grube schlägt Platzeck als Vermittler vor

Foto: Ralf Hirschberger/ picture alliance / dpa

Mit dem mehrtägigen Streik bei der Bahn hat sich der Konflikt zwischen der Lokführergewerkschaft GDL und dem Konzern verschärft. Nun schaltet sich Bahn-Chef Rüdiger Grube in die Auseinandersetzung ein. Er bringt Brandenburgs Ex-Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) als Vermittler ins Spiel.

Dieser habe dazu seine Bereitschaft erklärt, sagte Grube am Mittwoch in Berlin. Die GDL könne zusätzlich eine eigene Person des Vertrauens hinzuziehen. Den Vorschlag einer Vermittlung mit einer "unabhängigen Persönlichkeit" habe man gemacht, um im Tarifstreit "auf einem anderen Weg vorankommen" zu können, sagte Grube. Voraussetzung für diese Vermittlung sei, dass sie sofort beginne und dass die GDL ihren aktuellen Streik beende.

Platzeck und gegebenenfalls eine von der Gewerkschaft benannte Persönlichkeit sollen laut Grube ausdrücklich nicht schlichten, sondern zunächst nur vermitteln. Die Bahn hält seinen Worten zufolge an einer Schlichtung fest. Die GDL lehnt eine Schlichtung bisher ab. "Wir lassen nicht über Grundrechte schlichten", begründete GDL-Chef Claus Weselsky seine ablehnende Haltung.

Platzeck solle als unabhängige Persönlichkeit an Gesprächen teilnehmen, um Vorwürfe der GDL zu entkräften, die Bahn wolle nicht ernsthaft verhandeln, erklärte Grube.

Die GDL hat bis Sonntagmorgen zum Streik aufgerufen. Seit Montagnachmittag streiken die Lokführer im Güterverkehr, seit Dienstagmorgen auch im Personenverkehr.

mmq/AFP/dpa
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