Bank of America und Citigroup 2014 nahm ein schlechtes Ende

Das Schlussquartal 2014 war nix: Die zwei US-Großbanken Bank of America und Citigroup blieben weit hinter den Gewinnerwartungen zurück. Schuld sind vor allem Rechtskosten und schwächelnde Handelsgeschäfte.

Filiale der Bank of America in New York: Gewinneinbruch
AP/dpa

Filiale der Bank of America in New York: Gewinneinbruch


Charlotte/New York - Schlechte Zahlen für Citigroup und Bank of America: Beide Geldhäuser mussten im Schlussquartal 2014 erhebliche Gewinneinbußen hinnehmen. Das geht aus den Finanzberichten hervor, die die beiden Geldhäuser veröffentlichten.

Bei der Citigroup zehrten hohe Rechtskosten und Sonderaufwendungen wegen des Konzernumbaus in den letzten drei Monaten des Jahres massiv am Gewinn. Der Überschuss ging um 86 Prozent auf 350 Millionen Dollar (umgerechnet 299 Millionen Euro) zurück. Auch im operativen Geschäft lief es zuletzt nicht gut. Die um Sondereffekte bereinigten Erträge fielen um ein Prozent auf 17,8 Milliarden Dollar. Damit verfehlte die Bank die Erwartungen der Experten; die Aktie gab um etwa zwei Prozent nach.

Die Bank of America meldete zwar einen Gewinn von unter dem Strich 3,1 Milliarden Dollar (2,7 Milliarden Euro) für das Schlussquartal. Das waren allerdings auch elf Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz fiel um 12,8 Prozent auf 19 Milliarden Dollar. Analysten hatten deutlich mehr erwartet - die Aktie sank um zwei Prozent.

Die drei Institute zählten zu sechs Banken, die im November mit einem Vergleich über insgesamt 4,3 Milliarden Dollar einen Rechtsstreit wegen zahlreicher Manipulationsversuche beendet hatten. Händler mehrerer Banken sollten Kurse abgesprochen und Kunden ausgetrickst haben.

Am Mittwoch hatte bereits die größte US-Bank JP Morgan einen Gewinnrückgang gemeldet, der vor allem auf hohe Sonderlasten für die Rechtsstreitigkeiten zurückging.

eth/dpa/AFP



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chagall1985 16.01.2015
1. 3.100.000.000$ Quartalsgewinn enttäuschen
Wie pervers geht das eigentlich noch? Und wenn ich von diesen Vergleichszahlungen höre denke ich irgendwie immer: 1.000.000.000$ Strafe gezahlt 2.000.000.000$ Gewinn durch Betrug Ich warte noch auf den Bankvorstand der 10 Jahre in den Knast geht!!
cejpaul 16.01.2015
2. Immer besser, sich selber zu informieren,
Wie man sein Geld am Besten anlegen kann... Makler-Gebuehren kosten den Anlegern, und nicht den Leuten, denen man sein Geld "anvertraut", oder nicht anvertrauen sollte.... Total idiotisch, sich so auf jemanden zu verlassen!!!!! Ich selber, habe mein Geld, nach Pensionierung in NC Staatsanleihen angelegt, seit 6 Jahren bekomme ich 4.5 % plus Zinsen bezahlt, die alle nicht besteuert werden, weder von Bund, oder NC.... Nach der Pensionierung, war es Zeit, auf Nr Sicher zu gehen.....Zum Schluss, und das ist wirklich "witzig", vor ewigen Jahren, als ich mal das Buch las, genannt "The Devil wears Prada", wurde ich zum erstenmal mit Google bekannt geworden... Dachte nach der Lektuere, und ein paar Recherchen, wenn DIE mal ein IPO anbieten, also auf die Boerse gehen, werde ich mir da ein paar Anteile kaufen, mit meinem Pensions-Geld, von meiner Firma in ein Konto eingezahlt... 10% von meinem Gehalt, als "Bonus", und selber verwaltet. Also dann, rief meinen Makler an, war total ueberzeugt, das WIRD was, aber leider, leider, dachte ich, vielleicht dann doch nicht... Weil der mir total davon abgeraten hatte....... Obwohl ich ein "Bauchgefuehl" hatte, das wird was..... Ok, end of story.... Waere heutzutage so saureich!!!! Nicht das es einen Unterschied machte, bin auch so total zufrieden.... NUR um zu sagen, man darf sich auch mal auf sich selber verlassen.... Wenn verfehlt, kann man sich selber gerne eine Ohrfeige geben!
wibo2 16.01.2015
3. Es gibt noch andere Probleme für die US Banken wie der steigender Dollar und fallende Ölpreise
Viele Unternehmen aus Schwellenländern (Emerging Markets) von Brasilien bis China haben sich in den vergangenen fünf Jahre einem Kreditexzess hingegeben. Nicht nur die Ölindustrie und die Ölländer sind in Dollar verschuldet. Es haben sich zu viele zu hoch verschuldet. Und das in Dollar, einer Währung, die nicht ihre eigene ist. Es ist immer möglicherweise gefährlich, wenn man sich in einer fremden Währung verschuldet. Steigt nämlich der Wert dieser Währung in Relation zur Heimwährung, so steigt die Schuldenlast für den Schuldner. Die Ökonomen der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) zeigen sich in ihren aktuellen Berichten besorgt über diese Entwicklung.
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