Tarifverhandlungen Tausende Bankangestellte streiken in Hamburg

Mehr Lohn, mehr Urlaub, kürzere Arbeitszeiten: Für diese Forderungen gehen in Hamburg rund 5000 Bankangestellte auf die Straße.

Haspa-Filiale (Archivbild)
picture alliance / dpa

Haspa-Filiale (Archivbild)


Zum Auftakt einer Warnstreikwelle in mehreren Bundesländern hat die Gewerkschaft Ver.di am Mittwoch in Hamburg rund 5000 Bankangestellte zu einer ganztägigen Arbeitsniederlegung aufgerufen. Am Mittwoch sollen sich unter anderem Beschäftigte der Deutschen Bank Chart zeigen, der Commerzbank Chart zeigen und der Hamburger Sparkasse (Haspa) beteiligen.

Von mehreren Unternehmens- und Filialstandorten aus sollen die Teilnehmer morgens sternenförmig losmarschieren und um 10 Uhr vor dem Hamburger Gewerkschaftshaus zu einer Kundgebung zusammenkommen. Unter anderem will Hamburgs Ver.di-Chef Berthold Bose zu den Teilnehmern sprechen. Die Haspa rechnete zunächst nicht damit, dass es durch den Warnstreik zu Auswirkungen für die Kunden kommt.

Derzeit verhandeln die Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter der privaten und öffentlichen Banken für etwa 200.000 Beschäftigte einen neuen Tarifvertrag. Ver.di will für die Beschäftigten unter anderem ein Lohnplus von sechs Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, mehr Urlaub, kürzere Arbeitszeiten und einen verbindlichen Anspruch auf Weiterbildung durchsetzen. Der nächste Verhandlungstermin ist am 11. April in Berlin.

dab/dpa

insgesamt 5 Beiträge
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marty_gi 03.04.2019
1. abwarten
Erst wenn die IT der Banken mal aktiv streikt, dann wird es lustig. Wenn kein Geldautomat, keine Ueberweisung, keine Gehaltszahlung, kein bargeldloses Einkaufen mehr funtioniert - dann wird die wirkliche Macht von Streiks endlich mal wieder deutlich. (Und Lokfuehrer lernen mal das wirkliche Leben kennen). Aber das wird ja leider niemals passieren...
ohjeee 03.04.2019
2. Wow
Mehr Geld (das doppelte von den anderen öffentlichen Tarif-Abschlüssen), zusätzlich mehr Urlaub und weniger Arbeitszeit, also quasi ein Lohnplus von 10% fordern. Nicht schlecht.
mirage122 03.04.2019
3. Hard- und Software-Streik
Die hier so gern dargestellte Hamburger Sparkasse rechnet heute nicht mit Streik-Ausfälle - in der Tat ein frommer Wunsch Aber die Kunden müssen damit zurecht kommen, dass über die gesamten Oster-Feiertage - beginnend mit Karfreitag - nichts möglich sein wird: Keine Kohle aus einem Geldautomaten, keine Überweisungen, keine Möglichkeit beim Einkauf mit der Haspa-ec-Karte zu bezahlen. Das Ganze nennt sich Umstellung des gesamten T-Systems. Das wäre für mich ein Anlass, in den Streik zu treten und mein Konto woanders zu deponieren. Aber zum Glück bin ich kein Haspa-Kunde.
fxe1200 03.04.2019
4. @Wow
Natürlich muss zunächst viel verlangt werden. Nur dann kann man den Arbeitnehmern "entgegenkommen".
duke_van_hudde 03.04.2019
5. Ich bin eher gespannt
ob wenn es zur fusion der Deutschen mit der Commerzbank kommt wie die Politik es will wie viele Stellen wegfallen. Dann wird es wieder hart solche forderungen duchzusetzen.
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