Hypothekenpapiere Bankenkritiker klagen gegen Rekordvergleich von JP Morgan Chase

Mit der Milliardenzahlung kommt die Investmentbank JP Morgan Chase nach Überzeugung von Bankenkritikern viel zu billig davon. Die US-Lobby-Gruppe Better Markets verklagt jetzt das US-Justizministerium, um die im November geschlossene Vereinbarung zu kippen.

JP-Morgan-Chase-Zentrale: Staatliche Hilfszahlungen an die Banken schlimm genug
AP/dpa

JP-Morgan-Chase-Zentrale: Staatliche Hilfszahlungen an die Banken schlimm genug


Washington - Verfechter strengerer Bankenregulierung wollen den Rekordvergleich zwischen JP Morgan Chase und der US-Regierung zu Fall bringen. Die US-Lobbygruppe Better Markets reichte am Montag bei einem amerikanischen Bundesgericht Klage gegen das US-Justizministerium ein, um zu verhindern, dass die im November geschlossene Vereinbarung wirksam wird. Diese sieht vor, dass die Großbank 13 Milliarden Dollar zahlt und dafür der Streit über den Verkauf von Hypothekenpapieren beigelegt wird.

Die staatlichen Hilfszahlungen an die Banken seien schon schlimm genug gewesen, erklärte Better-Markets-Chef Dennis Kelleher. Nun solle der Steuerzahler auch "eine in Hinterzimmern geschlossene Geheimvereinbarung akzeptieren". Die Gerichte seien nicht ausreichend in den Vergleich einbezogen worden.

JP Morgan Chase Chart zeigen hatte vor der Finanzkrise - wie viele andere Banken auch - mit milliardenschweren Immobilienkrediten besicherte Wertpapiere verkauft. Nach dem Platzen der US-Immobilienblase wurden viele davon weitgehend wertlos. Mehrere Käufer, darunter zahlreiche Banken, gerieten in finanzielle Schwierigkeiten und wurden vom Staat gerettet. Die Geschäftsführung von JP Morgan Chase wollte einen Rechtsstreit mit der Regierung unbedingt verhindern und stimmte im November dem größten Vergleich in der Geschichte der USA zu.

mik/Reuters

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