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20. August 2019, 12:23 Uhr

Pharma

Bayer verkauft Tiermedizin-Sparte für 7,6 Milliarden Dollar

Bayer braucht Geld, um seinen Schuldenberg abzutragen. Jetzt hat sich der Konzern von seiner Tiermedizin-Sparte getrennt.

Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer verkauft seine Tierarzneimittel-Sparte für 7,6 Milliarden Dollar an den US-Konzern Elanco. 5,3 Milliarden Dollar bezahlen die Amerikaner in bar, die übrigen 2,3 Milliarden in Aktien. Das teilte der Leverkusener Konzern mit.

"Animal Health" ist die kleinste Sparte im Bayer-Konzern, die Tochterfirma mit Sitz in Monheim bei Düsseldorf und Produktionsanlagen in Kiel und Shawnee (USA) hat rund 3700 Mitarbeiter - das sind nur gut drei Prozent der Bayer-Belegschaft insgesamt. Mit den Einnahmen können die Leverkusener den Schuldenberg abbauen, der durch die Übernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto entstanden war. Unlängst hatte Bayer bereits mit Anteilen an einem Chemieparkbetreiber Kasse gemacht.

Das Tiermedizin-Geschäft kam 2018 auf einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro, die Geschäfte waren profitabel. Die Bayer-Sparte verkauft Floh-, Zecken- und Entwurmungsmittel sowie Halsbänder zur Abwehr des Ungeziefers. Im Geschäftsbericht 2018 gilt sie als ausgesprochen zukunftsfest: Die Weltbevölkerung steige und es gebe höhere Durchschnittseinkommen. "Dies führt zu einem vermehrten Haustierbesitz und im Nutztierbereich zu einem steigenden Fleisch- und Milchkonsum" - dementsprechend steige auch die Nachfrage nach Arzneimitteln für Tiere.

Elanco, das einst zum US-Pharmariesen Eli Lilly gehörte, ist mit weltweit bisher 5600 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von zuletzt 3,1 Milliarden Dollar in der Branche eine feste Größe. Die Firma sorgte bereits 2015 für Aufsehen, als sie die Tiergesundheitssparte des Schweizer Konzerns Novartis schluckte.

mik/dpa

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