Pharmakonzern Bayer streicht 4.500 Stellen in Deutschland

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer plant den Abbau von deutschlandweit etwa 4.500 Stellen, um Kosten zu sparen. Vor allem die Verwaltung in Leverkusen wird betroffen sein.
Werk der Bayer AG im Chemiepark in Leverkusen

Werk der Bayer AG im Chemiepark in Leverkusen

Foto: Oliver Berg/ dpa

Der Leverkusener Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayerwill laut einem Bericht der Nachrichtenagentur "Bloomberg" bis Ende 2021 in Deutschland etwa 4.500 Stellen abbauen. Dies sei Teil des bereits angekündigten Wegfalls von weltweit 12.000 Arbeitsplätzen. Ein Bayer-Sprecher wollte sich zu den Plänen nicht äußern.

Demnach entfallen 3000 der 4500 abzubauenden Stellen auf Verwaltung und IT, 1000 Stellen auf andere Bereiche wie in der Forschung.

Jüngst hatte Bayer mit dem Betriebsrat in Deutschland ein Zukunftssicherungsprogramm vereinbart, das betriebsbedingte Kündigungen im Personalverbund der Bayer AG in Deutschland bis Ende 2025 grundsätzlich ausschließt. Der Jobabbau soll deshalb über Abfindungen und Frühverrentungen erreicht werden.

Bayer will Produktivität und Ertragskraft deutlich steigern

Der Personalabbau ist Bestandteil eines Effizienzsteigerungsprogramms, mit dem das Unternehmen Produktivität und Ertragskraft deutlich steigern will. Die Effizienz- und Strukturmaßnahmen sollen die Wettbewerbsfähigkeit des Dax-Konzerns verbessern und einschließlich der erwarteten Kosteneinsparungen aus der Monsanto-Übernahme von 2022 an jährliche Beiträge in Höhe von 2,6 Milliarden Euro generieren.

Bayer hat mehrere Probleme. In den USA sieht sich der Konzern nach der Übernahme von Monsanto mit etlichen Klagen wegen des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat konfrontiert. Die Kläger werfen dem von Bayer übernommenen US-Unternehmen Monsanto vor, mit Glyphosat ein krebserregendes Mittel verkauft und nicht ausreichend über die Schädlichkeit informiert zu haben. Bayer weist diese Vorwürfe entschieden zurück.

hej/dpa
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