Vergleich angenommen Bayer zahlt 40 Millionen wegen Glyphosat-Werbung

Etiketten des Glyphosat-Produkts Roundup sollen unzureichend vor Gesundheitsgefahren gewarnt haben. Hersteller Bayer akzeptierte deshalb jetzt in den USA einen Vergleich über fast 40 Millionen Euro.
Roundup-Produkte in einem Baumarkt in San Francisco

Roundup-Produkte in einem Baumarkt in San Francisco

Foto: Haven Daley/ dpa

Bayer hat sich in den USA auf einen Vergleich im Rechtsstreit um angeblich irreführende Werbung für Unkrautvernichter mit dem Wirkstoff Glyphosat geeinigt. Wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht, erklärte sich der deutsche Agrarchemie- und Pharmakonzern zur Zahlung von 39,6 Millionen Dollar bereit.

In dem Verfahren geht es darum, ob der 2018 von Bayer gekaufte US-Saatgutriese Monsanto Gesundheitsrisiken auf den Etiketten des Unkrautvernichters Roundup verschleiert hat. Die Einigung umfasst auch Änderungen bei der Beschriftung des Produkts.

Fast 50.000 Klagen wegen Krebsrisiken

Bayer begrüßte den Vergleich in einer Stellungnahme als Lösung zur Zufriedenheit aller Parteien. Das zuständige Gericht im US-Bundesstaat Missouri muss dem Kompromiss aber noch zustimmen.

Einen direkten Zusammenhang mit der US-Klagewelle gegen Bayer wegen angeblicher Krebsrisiken von Monsanto-Unkrautvernichtern wie Roundup gibt es nicht. Hier dauerten die Vergleichsverhandlungen weiter an, aber es gebe noch keine Gewissheit über eine Einigung, so der Konzern. Zuletzt war Bayer nach eigenen Angaben mit rund 48.600 US-Klagen im Zusammenhang konfrontiert.

dab/dpa
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