Erotikhandel Beate Uhse ist erneut insolvent

Der Erfolg blieb aus, auch unter einem neuen Investor: Rund eineinhalb Jahre nach der ersten Pleite haben die Reste des Erotikkonzerns Beate Uhse Insolvenz angemeldet.

Beate-Uhse-Shop in Hannover (2014)
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Beate-Uhse-Shop in Hannover (2014)


Die Restunternehmen des einstigen Erotikkonzerns Beate Uhse haben erneut Insolvenz angemeldet. Die Muttergesellschaft be you GmbH sowie die drei Tochterunternehmen Beate Uhse Einzelhandels GmbH, Versa Distanzhandel und Beate Uhse Fun Center stellten bereits am Mittwoch den Insolvenzantrag beim Amtsgericht Flensburg, sagte ein Sprecher des Gerichts. Er bestätigte damit einen Bericht der "Wirtschaftswoche".

Zum Insolvenzverwalter ist demnach der Anwalt Sven-Holger Undritz von der Kanzlei White & Case bestellt worden, der bereits das erste Insolvenzverfahren von Beate Uhse gemanagt hat.

Beate Uhse hatte über viele Jahre Umsatz und Gewinn eingebüßt und war im vergangenen Jahr aus der Insolvenz heraus an einen Fonds des niederländischen Investors Robus Capital Management verkauft worden. Der Personalbestand wurde im Laufe des vorigen Insolvenzverfahrens von 500 auf 150 abgebaut, die "Wirtschaftswoche" nennt nun 70 betroffene Arbeitnehmer. Aktuelle Bilanzen oder Angaben zu Umsätzen des Unternehmens liegen nicht vor.

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Insolvenz von Beate Uhse: Ende Legende

Beate Uhse war nach dem Krieg von der gleichnamigen Unternehmerin in Flensburg gegründet worden und ging 1999 an die Börse. Das Unternehmen konnte nach dem Siegeszug des Internets nicht mehr an die Erfolge der Sechziger- und Siebzigerjahre anschließen und verlor immer mehr Kunden und Marktanteile. Mehrere Anläufe zur Revitalisierung der Marke scheiterten. Der Wert des Unternehmens liegt heute im Wesentlichen im Markennamen, der immer noch über eine hohe Bekanntheit in der Bevölkerung verfügt.

fdi/dpa



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