Gute wirtschaftliche Lage Firmen suchen deutlich mehr Mitarbeiter

Deutsche Unternehmen haben im Mai deutlich mehr offene Stellen gemeldet als in den Vormonaten. Besonders viele Arbeitskräfte werden für die Betreuung von Flüchtlingen gesucht.

Bau einer Flüchtlingsunterkunft in München
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Bau einer Flüchtlingsunterkunft in München


Im Mai ist die Nachfrage nach Arbeitskräften stärker gestiegen als in den Vormonaten. Wegen der guten wirtschaftlichen Lage gebe es bei den Unternehmen derzeit noch mehr offene Stellen als zuletzt schon, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg mit.

Der monatliche Stellenindex BA-X stieg gegenüber April um fünf Punkte auf 217 Zähler. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist das Stellenbarometer sogar um 29 Punkte im Plus. Für den weiteren Jahresverlauf rechnet die BA mit einer weiter leicht steigenden Arbeitskräfte-Nachfrage.

Besonders groß war der Zuwachs an offenen Stellen den Angaben zufolge "im Umfeld des Flüchtlingsmanagements". In der öffentlichen Verwaltung habe sich der Bedarf im Vergleich zum Vorjahr beinahe verdoppelt. Auch bei Wach- und Sicherheitsdiensten würden fast 80 Prozent mehr Mitarbeiter gesucht als vor zwölf Monaten. Im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Handel und verarbeitenden Gewerbe gibt es ebenfalls zahlreiche offene Stellen.

Starke Bereitschaft zum Jobwechsel

Seit Jahresbeginn hat sich die deutsche Wirtschaft laut BA weiterhin "sehr günstig" entwickelt. Ein Grund für die vielen offenen Stellen sei auch eine starke Bereitschaft vieler Arbeitnehmer zum Jobwechsel. Da immer mehr Menschen von einer Stelle auf eine andere wechselten, bräuchten die Unternehmen mitunter länger, um freigewordene Positionen neu zu besetzen. "Die längere Suche wirkt sich ebenso wie die gestiegene Nachfrage nach Teilzeitbeschäftigung auf das Niveau der gemeldeten Stellen aus."

Die absolute Zahl der freien Jobs will die BA mit der Bekanntgabe der Arbeitsmarktzahlen für den Mai an diesem Dienstag veröffentlichen. Volkswirte gehen von einem Rückgang der Arbeitslosigkeit um 70.000 bis 80.000 auf 2,66 bis 2,67 Millionen Menschen aus.

dab/dpa/AFP

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