Fabrikeinsturz in Bangladesch Benetton gibt eine Million Euro für Opfer

Nun zahlt auch Benetton: Eine Million Euro gibt der Modekonzern an die Angehörigen der Opfer des Rana-Plaza-Gebäudes in Bangladesch. Die Firma ist eine der letzten, die Geld in einen entsprechenden Treuhandfonds einzahlt.

Mutter mit Bild ihres verstorbenen Sohnes: 1100 Menschen starben bei dem Einsturz
AP/dpa

Mutter mit Bild ihres verstorbenen Sohnes: 1100 Menschen starben bei dem Einsturz


Kurz vor dem zweiten Jahrestag des Rana-Plaza-Fabrikeinsturzes in Bangladesch hat der italienische Modekonzern Benetton eine Million Euro in den Opfer-Fonds eingezahlt. Bei dem Unglück am 24. April 2013 kamen mehr als 1100 Menschen ums Leben. Etwa 2500 Menschen wurden verletzt.

Damit sind nun etwa 23 der geplanten 30 Millionen Dollar in den Entschädigungsfonds eingegangen. Benetton setze sich dafür ein, die Lebensbedingungen der Textilarbeiter in Bangladesch und überall auf der Welt zu verbessern, teilte das Unternehmen am Freitag im italienischen Ponzano mit.

Die internationalen Gewerkschaften InustriAll und UNI hatten den Treuhandfonds vor mehr als einem Jahr eingerichtet. Alle 29 Unternehmen, die in einer der Unglücksfabriken im Rana-Plaza-Gebäude fertigen ließen, sollten etwas beitragen. Obwohl der Topf noch nicht voll ist, wird das erste Geld an die Familien der Opfer und die Überlebenden ausgezahlt.

Mehrere Unternehmen zögerten zunächst, in den Fonds einzuzahlen. Auf der Kampagnenplattform Avaaz.org forderten seit Februar mehr als eine Million Menschen Benetton dazu auf, einen angemessenen Beitrag zu leisten. Die Benetton-Gruppe, die weltweit 5000 Geschäfte betreibt, sei das letzte große Unternehmen gewesen, dass noch keinen Beitrag gezahlt habe, erklärte Avaaz.

ssu/dpa-AFX



insgesamt 3 Beiträge
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Nick.Kommentar 17.04.2015
1. Geld regiert die Welt
Mit einer Million Euro hat Benetton also nun seine Pflicht erfüllt oder soll man lieber sagen sich von der Schuld freigekauft?
die_guru 17.04.2015
2. Na das wurde aber auch Zeit!
Auch wenn das natürlich keinen Abbruch daran tut, woanders die Arbeiter weiter auszubeuten!
finnegan 18.04.2015
3. Ich begreife nicht...,
warum Beneton überhaupt zahlt, die Arbeitsbedingungen in Bangladesh werden von den Verantwortlichen in Bangladesh bestimmt und nicht von irgendeiner europäischen Firma.
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