Berliner Verkehrsbetriebe Gewerkschaft erkämpft acht Prozent mehr Lohn für Beschäftigte

Die Gefahr weiterer Warnstreiks in Berlin ist gebannt: Die 14.500 Beschäftigten der BVG bekommen acht Prozent mehr Lohn, mindestens aber 350 Euro zusätzlich pro Monat.

Streikende Busfahrer der BVG am 1. April 2019
Getty Images/Michele Tantussi

Streikende Busfahrer der BVG am 1. April 2019


Gute Nachrichten für alle, die in Berlin auf Bus und Bahn angewiesen sind: Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) ist der Tarifkonflikt gelöst. Die Gewerkschaft Ver.di und der Kommunale Arbeitgeberverband einigten sich in der Nacht zu Freitag darauf, dass die Beschäftigten von Deutschlands größtem kommunalen Nahverkehrsunternehmen rückwirkend zum 1. Januar acht Prozent mehr Geld bekommen, mindestens aber 350 Euro im Monat. Nach drei Warnstreiks sind damit weitere Arbeitsniederlegungen abgewendet.

"Dieser Abschluss ist einmalig", sagte BVG-Personalvorstand Dirk Schulte. Das Tarifergebnis würdige das vorbildliche Engagement der Mitarbeiter und sende eine positive Botschaft an zukünftige Bewerber. Vereinbart wurden auch ein höheres Weihnachtsgeld sowie Verbesserungen bei Zulagen und der tariflichen Eingruppierung zahlreicher Tätigkeiten. Ver.di-Verhandlungsführer Jeremy Arndt sprach von einem deutlichen Schritt nach vorn im bundesweiten Vergleich.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) betreiben die Stadtbusse, Straßenbahnen und U-Bahnen der Hauptstadt und transportieren täglich rund 2,9 Millionen Fahrgäste. Verhandelt wurde über den Mantel- und Entgelttarifvertrag für die 14.500 Beschäftigten der BVG und ihrer Tochter Berlin Transport. Der neue Entgeltvertrag gilt bis Ende 2020.

beb/dpa

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carryflag 05.04.2019
1. Schön...
aber min. 350 EUR mehr pro Monat dürfte bei vielen dann eher eine Erhöhung von +15/20% bringen. Da haben sich die Verkehrsbetriebe wohl die Hosen runterziehen lassen - man kann es auch übertreiben. Ach übrigens: Die Verkehrsbetriebe erhöhen die Fahrpreise zum 01.07. um 15-20% :-)
kmb41259 05.04.2019
2. Untere Lohngruppen
Endlich etwas fūr die unteren Lohngruppen. War wohl die GDL Vorbild. Weiter so. Arbeitgebergeschwätz ist unwichtig. Mieten steigen, Lebensmittelpreise etc. Schon die Basiskosten liegen bei ūber 1000 €.
Wirrrkopf 05.04.2019
3. 8% auf welche Laufzeit?? So ist das eine Nullinformation!
8% auf 1,2,3,10 Jahren? Ohne diese Angabe ist die "8%" Angabe völlig sinnfrei. ARGSH!!!
nuns 05.04.2019
4. Klimaschutz? Kostenloser ÖPNV!
Um die Klimaziele zu erreichen, werden wir Alternativen zum privat-PKW finden. Zumindest in einem Ballungsraum wie Berlin mit derart hoher Bevölkerungsdichte macht die Konzentration auf den ÖPNV absolut sinn. Auf dem Land mag das anders sein. Kostenloser ÖPNV ist machbar - andere Städte machen es erfolgreich(!) vor.
spon_2999637 05.04.2019
5. Re: Schön....
Ich finde, man sollte die prozentualen Erhöhungen ganz abschaffen und tatsächlich Fixbeträge vereinbaren für die Zuschläge. Wenn 350 Euro 20% mehr bedeuten, dann gönne ich diese dem 1750-Euro-Löhner (Brutto) gern. Das bedeutet für diese Lohngruppe nämlich eine ziemliche Entlastung (fast 200 netto bei LSK 1). Wenn man das anders sieht, sollte man vielleicht vorschlagen, dass die BVB ihre Ticketpreise am Einkommen der Fahräste orientiert und dann auch prozenztual erhöht.... ;-)
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